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KomponistenQuartier Hamburg

Sechs Museen unter einem Dach in der schönsten Straße der Neustadt: Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach, Hasse, Fanny und Felix Mendelssohn, Brahms und Mahler — mit Originalinstrumenten, Hörstationen und rund 100 Ehrenamtlichen, die durch die Räume führen. Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, ein paar Schritte vom Michel.

Ein Museum, sieben Komponistinnen und Komponisten

Die Peterstraße mit ihren rekonstruierten Barockfassaden gilt als schönste Straße der Neustadt, und in ihren Häusern 29 bis 39 liegt das KomponistenQuartier Hamburg. Es vereint sechs kleine Museen zu Musikerinnen und Musikern, deren Leben mit der Stadt verbunden war: Georg Philipp Telemann, mehr als vier Jahrzehnte „director musices“ der Stadt, sein Nachfolger Carl Philipp Emanuel Bach, der in Bergedorf geborene Opernkomponist Johann Adolf Hasse, die Geschwister Fanny und Felix Mendelssohn, die in Hamburg zur Welt kamen, der Hamburger Johannes Brahms und Gustav Mahler, der sechs Jahre lang Kapellmeister am Stadttheater war. Den Anfang machte das Brahms-Museum, das die Johannes-Brahms-Gesellschaft seit 1971 in der Peterstraße 39 betreibt; 2015 kamen Telemann, Bach, Hasse und die Mendelssohns dazu, 2018 folgte Mahler.

Die Räume sind aufwendig gestaltet, mit Kopfhörern und Hörstationen, Originalpartituren und historischen Instrumenten — darunter ein selbstspielendes Steinway-Welte-Klavier und ein Tafelklavier, an dem Brahms unterrichtete. Kuratiert werden die Museen von den sechs Komponistengesellschaften; ermöglicht wird der Standort durch die Carl Toepfer Stiftung, die die Peterstraße einst nach historischem Vorbild neu bauen ließ. Getragen wird der Betrieb von rund 100 Ehrenamtlichen an Kasse und Gästebetreuung. Sonderausstellungen holen weitere Persönlichkeiten der Hamburger Musikgeschichte ins Haus — bis Anfang September 2026 „Brahms reist!“ über die Konzertreisen des Komponisten im Eisenbahnzeitalter, ab dem 25. September 2026 die Komponistin und Musikpädagogin Luise Reichardt. Dazu gibt es Konzerte, Vorträge, ein Ensemble in Residence und Programme für Kinder und Schulen.

Schild „Brahms-Museum KQ“ an der Backsteinfassade in der Peterstraße, daneben ein barockes Sandsteinportal
Das Schild des Brahms-Museums in der Peterstraße 39 — das älteste der sechs Häuser, seit 1971 von der Johannes-Brahms-Gesellschaft betrieben. Foto via Google Maps

Gut zu wissen

Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr; montags geschlossen, an den meisten Feiertagen geöffnet, zu an Karfreitag, Heiligabend, den Weihnachtstagen, Silvester und Neujahr. Der Eintritt kostet 11 Euro, ermäßigt 8 Euro (unter anderem Schüler, Studierende bis 28, Hamburg-Card-Inhaber, Menschen mit Behinderung); Kinder bis 6 Jahre sind frei, von 7 bis 12 Jahren zahlen sie 2 Euro, begleitende Erwachsene im Familieneintritt je 8 Euro. Die Museen lassen sich auf eigene Faust erkunden — Gruppenführungen gibt es auf Deutsch, Englisch, Ukrainisch, Spanisch und Französisch, für einen Rundgang mit allen Hörstationen sollte man mehrere Stunden einplanen. Die Räume sind weitgehend barrierefrei, nur das historische Brahms-Haus hat Schwellen und eine steile Treppe ohne Aufzug.

Ausstellungsraum mit einem schwarz-roten Cembalo, einem hölzernen Tafelklavier und Porträts an den Wänden, dahinter ein Vorhang vor einer Bücherwand
Im Hasse-Raum: Cembalo und Tafelklavier erzählen von der Musik des 18. Jahrhunderts — Johann Adolf Hasse, geboren in Bergedorf, war der Opernstar seiner Zeit. Foto via Google Maps

Anfahrt

Die Peterstraße ist für Autos gesperrt und liegt zwischen Michel und Museum für Hamburgische Geschichte. Von der S-Bahn Stadthausbrücke (S1, S3; Ausgang Michaeliskirche) sind es fünf Minuten zu Fuß, von der U3 St. Pauli etwa zehn; die Buslinie 112 hält am Museum für Hamburgische Geschichte. Parkhäuser gibt es bei der Handwerkskammer (Bei Schuldts Stift 3) und im Lindner Hotel am Michel.

Öffnungszeiten & Eintritt

Historischer Konzertflügel aus Palisanderholz mit geöffnetem Deckel in einem hellen Ausstellungsraum
Ein historischer Flügel in der Ausstellung — zu den Schätzen des Hauses gehören ein selbstspielendes Steinway-Welte-Klavier und ein Tafelklavier, an dem Brahms unterrichtete. Foto via Google Maps

In der Nähe

Am Ende der Straße erhebt sich das Bismarck-Denkmal im Alten Elbpark; ein paar Minuten weiter liegen der Michel, das derzeit im Umbau befindliche Museum für Hamburgische Geschichte, die Laeiszhalle und das Café Johanna.

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Die Angaben stammen von komponistenquartier.de, Stand September 2026, ohne Gewähr.

Adresse

Peterstraße 29–39
20355 Hamburg, Neustadt

S1/S3 Stadthausbrücke, U3 St. Pauli, Bus 112.

Öffnungszeiten

  • Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr
  • Montag geschlossen

Zu an Karfreitag, 24.–26.12., Silvester und Neujahr.

Eintritt

  • Erwachsene 11 €, ermäßigt 8 €
  • Kinder bis 6 frei, 7–12 Jahre 2 €
  • Familieneintritt: Begleitpersonen je 8 €

Ermäßigung u. a. mit Hamburg Card.

Kontakt

Weitgehend barrierefrei, außer Brahms-Haus. Bewertung 4,7 bei Google.