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Laeiszhalle

Konzerthaus von 1908, gestiftet aus dem Nachlass eines Reeders.

Hamburgs Konzerthaus vor der Elbphilharmonie

Die Laeiszhalle wurde am 4. Juni 1908 eröffnet und war zu dieser Zeit der größte und modernste Konzertsaal Deutschlands. Gebaut ist sie im hanseatischen Neobarock, entworfen von Martin Haller und Emil Meerwein.

Finanziert wurde sie aus dem Nachlass des Reeders Carl Laeisz, der 1,2 Millionen Mark für ein würdiges Haus für edle und ernste Musik hinterließ. Seine Witwe erhöhte die Summe später auf zwei Millionen.

1908Eröffnung
2.025Plätze im Großen Saal
640Plätze im Kleinen Saal
2 Mio.Mark aus dem Nachlass
Laeiszhalle in Hamburg von außen mit neobarocker Fassade
Der Bau von Martin Haller und Emil Meerwein im hanseatischen Neobarock. Foto: Bejo, CC BY-SA 3.0

Vier Säle unter einem Dach

Der Große Saal fasst 2.025 Besucher, der Kleine Saal 640. Dazu kommen das Studio E mit 150 Plätzen und das Brahms-Foyer mit 80.

Im Foyer steht Max Klingers monumentales Brahms-Denkmal von 1909. In den angrenzenden Galerien stehen Büsten von Bach, Beethoven, Mahler und weiteren Komponisten.

Seit der Eröffnung der Elbphilharmonie 2017 ist die Laeiszhalle Sitz der Symphoniker Hamburg. Beide Häuser werden gemeinsam geleitet, Generalintendant ist seit 2007 Christoph Lieben-Seutter.

Großer Saal der Laeiszhalle mit Orgel und Rängen
Der Große Saal fasst 2.025 Besucher. Foto: Andreas Praefcke, CC BY 3.0

Nicht ersetzt, sondern ergänzt

Als die Elbphilharmonie gebaut wurde, fürchteten manche, die Laeiszhalle werde überflüssig. Das Gegenteil trat ein: Die Häuser teilen sich das Programm, mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Die Akustik des Großen Saals gilt weiterhin als hervorragend. Viele Musiker schätzen den Raum wegen seines wärmeren Klangs im Vergleich zum moderneren Nachbarn.

Der Bau überstand den Zweiten Weltkrieg mit Schäden, wurde aber wiederhergestellt. Die historische Substanz ist weitgehend erhalten.

Laeiszhalle Hamburg mit Vorplatz
Das Haus steht am Johannes-Brahms-Platz in der Neustadt. Foto: Andreas Praefcke, CC BY 3.0

Besuch planen

Die Laeiszhalle ist ein Konzerthaus, kein Museum. Zugang gibt es zu Veranstaltungen, dazu werden gelegentlich Führungen angeboten.

Adresse

Johannes-Brahms-Platz
20355 Hamburg, Neustadt

Zwischen Neustadt und Karolinenviertel.

Säle

  • Großer Saal, 2.025 Plätze
  • Kleiner Saal, 640 Plätze
  • Studio E, 150 Plätze
  • Brahms-Foyer, 80 Plätze

Sitz der Symphoniker Hamburg.

Zugang

Zu Veranstaltungen und Führungen

Karten über die Elbphilharmonie-Ticketstelle.

Anfahrt

  • U2 Messehallen, rund drei Minuten
  • U1 Stephansplatz, rund zehn Minuten
  • S11 und S21 Dammtor, rund zehn Minuten

Zu Planten un Blomen sind es wenige Minuten.

Karten laufen über dieselbe Stelle wie die der Elbphilharmonie. Wer kurzfristig etwas sucht, hat in der Laeiszhalle oft bessere Chancen als im bekannteren Nachbarhaus.

Zum Programm der Laeiszhalle

Ein Reeder vererbte der Stadt einen Konzertsaal. Er steht seit 1908.