Hamburgs Konzerthaus vor der Elbphilharmonie
Die Laeiszhalle wurde am 4. Juni 1908 eröffnet und war zu dieser Zeit der größte und modernste Konzertsaal Deutschlands. Gebaut ist sie im hanseatischen Neobarock, entworfen von Martin Haller und Emil Meerwein.
Finanziert wurde sie aus dem Nachlass des Reeders Carl Laeisz, der 1,2 Millionen Mark für ein würdiges Haus für edle und ernste Musik hinterließ. Seine Witwe erhöhte die Summe später auf zwei Millionen.
Vier Säle unter einem Dach
Der Große Saal fasst 2.025 Besucher, der Kleine Saal 640. Dazu kommen das Studio E mit 150 Plätzen und das Brahms-Foyer mit 80.
Im Foyer steht Max Klingers monumentales Brahms-Denkmal von 1909. In den angrenzenden Galerien stehen Büsten von Bach, Beethoven, Mahler und weiteren Komponisten.
Seit der Eröffnung der Elbphilharmonie 2017 ist die Laeiszhalle Sitz der Symphoniker Hamburg. Beide Häuser werden gemeinsam geleitet, Generalintendant ist seit 2007 Christoph Lieben-Seutter.
Nicht ersetzt, sondern ergänzt
Als die Elbphilharmonie gebaut wurde, fürchteten manche, die Laeiszhalle werde überflüssig. Das Gegenteil trat ein: Die Häuser teilen sich das Programm, mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Die Akustik des Großen Saals gilt weiterhin als hervorragend. Viele Musiker schätzen den Raum wegen seines wärmeren Klangs im Vergleich zum moderneren Nachbarn.
Der Bau überstand den Zweiten Weltkrieg mit Schäden, wurde aber wiederhergestellt. Die historische Substanz ist weitgehend erhalten.
Besuch planen
Die Laeiszhalle ist ein Konzerthaus, kein Museum. Zugang gibt es zu Veranstaltungen, dazu werden gelegentlich Führungen angeboten.
Adresse
Johannes-Brahms-Platz
20355 Hamburg, Neustadt
Zwischen Neustadt und Karolinenviertel.
Säle
- Großer Saal, 2.025 Plätze
- Kleiner Saal, 640 Plätze
- Studio E, 150 Plätze
- Brahms-Foyer, 80 Plätze
Sitz der Symphoniker Hamburg.
Zugang
Zu Veranstaltungen und Führungen
Karten über die Elbphilharmonie-Ticketstelle.
Anfahrt
- U2 Messehallen, rund drei Minuten
- U1 Stephansplatz, rund zehn Minuten
- S11 und S21 Dammtor, rund zehn Minuten
Zu Planten un Blomen sind es wenige Minuten.
Karten laufen über dieselbe Stelle wie die der Elbphilharmonie. Wer kurzfristig etwas sucht, hat in der Laeiszhalle oft bessere Chancen als im bekannteren Nachbarhaus.
Ein Reeder vererbte der Stadt einen Konzertsaal. Er steht seit 1908.