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Automuseum PROTOTYP

Personen, Kraft, Wagen: In einer Fabrik von 1904 stehen bis zu 50 seltene Renn- und Sportwagen aus 80 Jahren — vom Ur-Porsche Typ 64 von 1939 über Otto Mathés „Fetzenflieger“ bis zu Formel-1-Boliden — samt Fahrsimulator, Motorensound-Box und Schaudepot. Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, zehn Minuten von der Elbphilharmonie.

Personen. Kraft. Wagen.

Was vor über 25 Jahren in der Garage zweier Sammler begann, ist seit Anfang 2008 das Automuseum PROTOTYP: ein Backsteinbau von 1904 an der Shanghaiallee, ehemalige Fabrik, seit 2004 unter Denkmalschutz und behutsam renoviert — weiße Gusssäulen, Rundbogenfenster, glänzender Boden. Das Museum nimmt „PKW“ wörtlich und erzählt von den Personen der automobilen Welt, der Kraft ihrer Kreativität und Risikobereitschaft und den Wagen, die daraus entstanden: bis zu 50 handverlesene Sport- und Rennfahrzeuge aus 80 Jahren, dazu die Geschichten von Rennfahrerlegenden wie Wolfgang Graf Berghe von Trips und Konstrukteuren wie Ferdinand Porsche.

Das berühmteste Stück ist der Porsche Typ 64 von 1939, der „Berlin-Rom-Wagen“ und Urahn aller Porsche-Sportwagen; daneben stehen der Cisitalia D46, Otto Mathés selbstgebauter „Fetzenflieger“ von 1952, frühe 356er aus Gmünd, ein Jordan 191, in dem Michael Schumacher sein erstes Formel-1-Rennen fuhr, und ein Toyota-Formel-1-Prototyp. Wer nicht nur schauen will, setzt sich in den Fahrsimulator, hört in der Audiobox historische Motorensounds oder blättert in der digitalen Bibliothek; im Schaudepot wechseln die Fahrzeuge, Sonderausstellungen widmen sich Themen wie 60 Jahre Formel 1 oder Graf Trips. Dazu gehören ein Museumsshop, das Café „Erlkönig“ und die PROTOTYP Lofts, in denen zwischen den Autos gefeiert und getagt wird — bis zu 1.400 Gäste, „Dinner between the cars“ inklusive.

Helle Ausstellungshalle mit weißen Gusssäulen, silbernen Porsche-Rennwagen mit Startnummern und großformatigen Schwarzweißfotos an den Wänden
Silberne Rennsportwagen in der lichten Fabrikhalle — die Dauerausstellung erzählt 80 Jahre Sport- und Rennwagengeschichte anhand handverlesener Fahrzeuge. Foto: Automuseum PROTOTYP (eigene Website)

Gut zu wissen

Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr (letzter Einlass 17:30 Uhr), montags geschlossen — im Oktober 2026 ausnahmsweise auch montags. Feiertage wie Tag der Deutschen Einheit, Reformationstag und der zweite Weihnachtstag sind Öffnungstage, zu ist an Heiligabend, dem ersten Weihnachtstag, Silvester und Neujahr. Der Eintritt kostet 15 Euro, Kinder von 4 bis 14 Jahren zahlen 6 Euro, die Familienkarte für zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern 33 Euro; Gruppen ab zehn Personen 14 Euro bzw. 5,50 Euro pro Kind. Tickets gibt es online und an der Kasse, Hamburg-Card-Inhaber bekommen einen Vorteil, eine Jahreskarte kostet 70 Euro. Führungen (ab 95 Euro) bucht man mindestens eine Woche im Voraus. Das Haus ist als barrierefrei zertifiziert; Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung haben freien Eintritt.

Schwarzer stromlinienförmiger Porsche Typ 64 von 1939 in einem weißen Raum mit Vitrinen und historischen Fotos
Das Herzstück: der Porsche Typ 64 von 1939, gebaut für die Fernfahrt Berlin–Rom und Urahn aller Porsche-Sportwagen. Foto: Thomas Goerny / prototyp-hamburg.de

Anfahrt

Der Eingang liegt an der Shanghaiallee 7 im Herzen der HafenCity. Mit der U4 bis HafenCity Universität oder der U1 bis Meßberg, jeweils wenige Minuten zu Fuß; der Bus 111 hält an der Koreastraße, vom Hauptbahnhof sind es rund 20 Minuten zu Fuß. Parkhäuser: Elbarkaden (Hongkongstraße 6a), Überseequartier (Überseeallee 3) und Speicherstadt (Am Sandtorkai 6).

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Schaudepot mit Säulen und Rundbogenfenstern, in der Mitte ein weißer Porsche 911 GT3 RS mit Rennstreifen, dahinter weitere Sportwagen
Im Schaudepot wechseln die Wagen: hier ein Porsche 911 GT3 RS zwischen Rennsportwagen und einem roten 356. Foto: prototyp-hamburg.de

In der Nähe

Direkt hinter dem Museum liegt der Lohsepark, ein paar Schritte weiter das Internationale Maritime Museum im Kaispeicher B, die cantinetta und der Genuss Speicher mit dem Kaffeemuseum; Richtung Elbe die ElbFaire, coast by east und das Sternerestaurant The Table.

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Die Angaben stammen von prototyp-hamburg.de, Stand September 2026, ohne Gewähr.

Adresse

Shanghaiallee 7
20457 Hamburg, HafenCity

U4 HafenCity Universität, U1 Meßberg, Bus 111 Koreastraße.

Öffnungszeiten

  • Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr
  • Letzter Einlass 17:30 Uhr
  • Montag geschlossen (Oktober 2026 geöffnet)

Zu am 24., 25. und 31.12. sowie am 1.1.

Eintritt

  • Erwachsene 15 €
  • Kinder 4–14 Jahre 6 €
  • Familienkarte 33 € (2 Erw. + max. 3 Kinder)
  • Gruppen ab 10: 14 € / 5,50 €

Führungen ab 95 €, Jahreskarte 70 €.

Kontakt

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