Wo früher die Überseedampfer festmachten
Die Überseebrücke wurde 1927 im Auftrag der Reederei Hamburg Süd von einem Hamburger Stahlbauunternehmen errichtet. Ursprünglich hieß sie Blockhausbrücke und diente als Anleger für Passagierschiffe in Übersee-Fahrt.
Der Anleger misst rund 119 Meter und besteht aus fünf Hauptabschnitten. Dazu gehören ein holzverkleidetes Eingangsgebäude mit zwei Kiosken und überdachte Abschnitte mit einseitiger Verglasung.
Zerstört und wieder aufgebaut
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Anleger zerstört, unter anderem als ein Schwimmkran ihn rammte. Der Wiederaufbau zog sich von 1957 bis 1968 hin.
Verwendet wurden dabei geborgene Teile aus Beständen der Hafenverwaltung, teilweise Vorkriegsmaterial. Deshalb wirkt der Anleger heute wie ein Bauwerk aus einem Guss, obwohl er aus verschiedenen Epochen stammt.
Das Eingangsgebäude mit Holzverkleidung und den beiden Kiosken ist charakteristisch und stammt aus dieser Wiederaufbauzeit.
Heute vor allem Liegeplatz
Passagierschiffe legen hier längst nicht mehr regelmäßig an. Der Anleger dient heute vor allem als Liegeplatz: Die Cap San Diego liegt dauerhaft hier.
Dazu kommen kleinere Kreuzfahrtschiffe, Marineschiffe und historische Segler, die vor allem zum Hafengeburtstag festmachen.
Der Anleger verbindet die Jan-Fedder-Promenade an den Vorsetzen mit einem Ponton im Niederhafen, dort wo früher der Jonashafen lag.
Besuch planen
Der Anleger ist frei zugänglich und kostet nichts. Man geht einfach hinaus und hat von dort Blick auf den Hafen und die Elbe.
Lage
Vorsetzen, Niederhafen
20459 Hamburg, Neustadt
Östlich der Landungsbrücken, an der Jan-Fedder-Promenade.
Zugang
Frei zugänglich
Kein Eintritt.
Liegeplatz für
- Cap San Diego, dauerhaft
- Kleinere Kreuzfahrtschiffe
- Marineschiffe
- Historische Segler zum Hafengeburtstag
Regelmäßige Passagierfahrten gibt es nicht mehr.
Anfahrt
- U3 Baumwall, rund fünf Minuten
- S1 und S3 Landungsbrücken, rund zehn Minuten
Zu Fuß entlang der Promenade.
Wer die Cap San Diego besichtigen will, geht ohnehin über die Überseebrücke. Zum Hafengeburtstag liegen hier oft mehrere historische Schiffe nebeneinander.
Ein Anleger von 1927, an dem heute ein Museum festgemacht ist.