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Lohsepark

Der zentrale Park der HafenCity, und zugleich ein Ort, an dem Hamburg an seine Deportationen erinnert.

Ein Park auf einem Bahnhofsgelände

Der Lohsepark ist mit 4,4 Hektar die größte Grünfläche der HafenCity. Er wurde am 9. Juli 2016 eröffnet, entworfen hatte ihn das Büro Vogt Landschaftsarchitekten aus Zürich bereits 2010.

Er zieht sich vom Baakenhafen im Süden bis zum Ericusgraben im Norden. Wo heute Wiesen und Wege liegen, stand bis in die Nachkriegszeit der Hannoversche Bahnhof. Von dort fuhren zwischen 1940 und 1945 die Deportationszüge ab.

4,4 haParkfläche
2016Eröffnung
20Deportationszüge
8.071deportierte Menschen
Wiese und Wege im Lohsepark in der HafenCity mit Neubauten im Hintergrund
Der Park zieht sich als grüner Streifen durch die HafenCity. Foto: NordNordWest, CC BY-SA 3.0 DE

Der Gedenkort Hannoverscher Bahnhof

Zwischen 1940 und 1945 fuhren vom Hannoverschen Bahnhof zwanzig Deportationszüge ab. Sie brachten 8.071 Juden, Sinti und Roma in Ghettos sowie in Konzentrationslager und Vernichtungslager. Der erste Zug fuhr am 20. Mai 1940 mit über 900 Sinti und Roma nach Belzec, der letzte am 14. Februar 1945.

Der Gedenkort umfasst rund 1.000 Quadratmeter. Erhalten ist ein Stück des historischen Bahnsteigs 2, das unter Denkmalschutz steht. Eine sogenannte Fuge im Boden markiert den früheren Gleisverlauf.

Auf Gedenktafeln sind 7.741 Namen von Deportierten dokumentiert, deren Schicksal bekannt ist. Im Mai 2025 wurde im Fruchtschuppen C ein weiterer Gedenkort eingeweiht, der an die rund 1.000 ab dem 16. Mai 1940 verhafteten Sinti und Roma erinnert.

Gläserner Informationspavillon des Gedenkorts Hannoverscher Bahnhof im Lohsepark
Der Gedenkort erinnert an die Deportationen von Juden, Roma und Sinti. Foto: Doris Antony, CC BY-SA 4.0

Park und Gedenken nebeneinander

Die Verbindung von Erholungsfläche und Gedenkort war eine bewusste Entscheidung. Der Park wurde nicht um das Gedenken herumgebaut, sondern schließt es ein.

Für Besucher heißt das: Auf derselben Fläche wird Fußball gespielt und an einen Massenmord erinnert. Wer den Park nur durchquert, kann den Gedenkort leicht übersehen, wer ihn sucht, findet klare Markierungen.

Der Park selbst ist als offene Landschaft angelegt, mit Wiesen, Baumreihen und geschwungenen Wegen. Weil die Bäume noch jung sind, wirkt er weiter und heller als die alten Parks der Stadt.

Gepflasterter Platz im Lohsepark mit Blick auf die Bebauung der HafenCity
Der Platz markiert die Stelle des früheren Bahnhofsgebäudes. Foto: Flor!an, CC BY-SA 3.0

Besuch planen

Der Park ist frei zugänglich. Der Informationspavillon des Gedenkorts hat eigene Öffnungszeiten.

Lage

Am Lohsepark
20457 Hamburg, HafenCity

Zwischen Baakenhafen im Süden und Ericusgraben im Norden.

Öffnungszeiten

Park rund um die Uhr zugänglich

Der Informationspavillon hat eigene Zeiten.

Eintritt

  • Park kostenlos
  • Gedenkort kostenlos

Der historische Bahnsteig 2 steht unter Denkmalschutz.

Anfahrt

  • U4 Überseequartier, rund fünf Minuten zu Fuß
  • U1 Meßberg, rund zehn Minuten
  • U4 HafenCity Universität

Zur Elbphilharmonie sind es rund zehn Minuten.

Vom Lohsepark sind es zu Fuß rund zehn Minuten zur Elbphilharmonie und fünf zum Internationalen Maritimen Museum.

Zur Seite der HafenCity

Ein Park, der eine Wiese ist und ein Mahnmal zugleich.