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Museum der Natur Hamburg – Geologie-Paläontologie

Das frühere Geologisch-Paläontologische Museum der Universität im Geomatikum: 900 Quadratmeter Erdgeschichte mit Saurierfossilien, Bernsteininsekten, Urpferden aus Messel, einem Riesenammoniten und dem Schädel eines Ur-Elefanten. Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Eintritt frei.

Foto: LIB / Markert

3,5 Milliarden Jahre im Untergeschoss

Wer im Geomatikum, dem 85 Meter hohen Uni-Hochhaus an der Bundesstraße, die Treppe hinuntergeht, landet in der Erdgeschichte. Die Sammlungen gehen auf das 1843 gegründete Naturhistorische Museum am Hauptbahnhof zurück, das 1943 im Feuersturm zerstört wurde; 1977 bezog die Geologie-Paläontologie ihre Räume im Geomatikum. Seit 2021 gehört das Haus als Museum der Natur Hamburg zum Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) – gemeinsam mit der Zoologie und der Mineralogie, die ebenfalls in Rotherbaum sitzen, bis alle drei im geplanten Evolutioneum in der HafenCity zusammenziehen.

Auf rund 900 Quadratmetern erzählt die Ausstellung, wie sich Erde und Leben in 3,5 Milliarden Jahren entwickelt haben: Saurierfossilien und Dinosaurierspuren, Insekten im Bernstein, Urpferde aus der Grube Messel, Fossilien aus Solnhofen und den Kreidegruben von Lägerdorf, ein Riesenammonit, versteinerte Bäume und der Schädel eines Gomphotheriums, eines Ur-Elefanten. Im Erdgeschoss geht es um Erdgeschichte und die Geologie rund um Hamburg – etwa um Vorstoß und Rückzug der eiszeitlichen Gletscher, die das Land geformt haben –, im Untergeschoss um die berühmtesten Fossillagerstätten Deutschlands. Führungen wie „Dinosauriern auf der Spur“ und „Faszination Fossilien“ gibt es für Kitas, Schulklassen und Erwachsene über den Museumsdienst Hamburg.

Großer versteinerter Ammonit vor grüner Wand zwischen Vitrinen mit Fossilien
Ein Riesenammonit aus der Kreidezeit vor den grünen Wänden der Ausstellung im Erdgeschoss. Foto: Nightflyer, CC BY 4.0

Gut zu wissen

Geöffnet ist Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen bleibt das Museum geschlossen. Der Eintritt ist frei; Gruppen ab 20 Personen melden sich vorher telefonisch oder per E-Mail an. Der Ausstellungsbereich im Erdgeschoss ist über den Seiteneingang barrierefrei erreichbar, das Untergeschoss mit den Fossillagerstätten leider nicht – einen Aufzug gibt es in der Ausstellung nicht. Fotografieren ohne Blitz ist für private Zwecke erlaubt, Essen und Trinken in der Ausstellung nicht; eine Museumsgastronomie fehlt, dafür liegen die Cafés des Uni-Viertels vor der Tür. Führungen über den Museumsdienst kosten 40 bzw. 55 Euro für Kita- und Schulgruppen und 90 bzw. 105 Euro für Erwachsenengruppen (60 bzw. 90 Minuten).

Farbig gebänderte Scheibe eines versteinerten Baumstamms mit rot-weißen Adern an der Wand
Kieselholz: Der Querschnitt eines versteinerten Stamms zeigt, wie Minerale das Gewebe Zelle für Zelle ersetzt haben. Foto: Nightflyer, CC BY 4.0

Anfahrt

Das Geomatikum steht an der Bundesstraße 55, zwischen Schanzenpark und Universitätscampus. Mit den Metrobussen 4 und 15 bis Bundesstraße direkt vor die Tür, mit der U2/U3 bis Schlump und wenige Minuten zu Fuß. Parkplätze hat das Museum keine.

Zur Website des Museums

Vitrine mit dem hellen Schädel eines Gomphotheriums samt Stoßzähnen, dahinter Tafeln zum Stammbaum der Rüsseltiere
Der Schädel eines Gomphotheriums, eines Ur-Elefanten aus dem Miozän, mit dem Stammbaum der Rüsseltiere. Foto: Nightflyer, CC BY 4.0

In der Nähe

Gleich gegenüber ragt der Heinrich-Hertz-Turm auf, dahinter beginnen der Sternschanzenpark mit Schrødingers und der Rosengarten in Planten un Blomen. Zum Essen: Dwaraka um die Ecke, Kinh Do, Oechsle und Williamine; Kino im Abaton.

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Die Angaben stammen von hamburg.leibniz-lib.de, Stand September 2026, ohne Gewähr.

Adresse

Geomatikum, Bundesstraße 55
20146 Hamburg, Rotherbaum

Bus 4/15 Bundesstraße, U2/U3 Schlump.

Öffnungszeiten

  • Montag bis Freitag 10:00 bis 17:00 Uhr
  • Samstag, Sonntag und Feiertage geschlossen

Gruppen ab 20 Personen bitte anmelden.

Eintritt

  • Eintritt frei
  • Führungen (Museumsdienst) 40–105 €

Erdgeschoss barrierefrei über den Seiteneingang, Untergeschoss nicht.

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