Abaton Kino
Eines der ersten Programmkinos Deutschlands – drei Säle, Originalfassungen und eine Bar mit Tischen auf dem Platz.
Programmkino im alten Parkhaus
Das Abaton steht am Allende-Platz 3, Ecke Grindelhof, mitten im Uni-Viertel in Rotherbaum. Hinter der Giebelfassade mit dem Schriftzug ABATON-KINO und dem senkrechten Leuchtschild liegt ein Haus, das 1970 in einem ehemaligen Parkhaus eröffnete und als eines der ersten Programmkinos Deutschlands gilt. Gespielt wird in drei Sälen, die im Spielplan schlicht Großes Kino, Oberes Kino und Kleines Kino heißen – viel Originalfassung mit Untertiteln, Dokumentarfilm, Kinderkino und Reihen mit Gästen.
Bei Google kommt das Kino auf 4,6 von 5 Sternen aus 2.410 Bewertungen – einer der besten Werte unter den Hamburger Kinos. Gelobt werden Programm, Preise und Bar: „Gemütliches Kino, sehr gute Filme und die Snacks sind auch lecker!“ und „Das Popcorn ist das beste was ich je im Kino gegessen habe!“ Kritik gibt es an der Temperatur in den Sälen und daran, dass es weder Nachos noch große Getränkebecher gibt.
Drei Säle, ein Spielplan
Im Tagesprogramm tauchen die Säle unter ihren Hausnamen auf: Großes Kino, Oberes Kino, Kleines Kino. Laut Wikipedia hat das Große Kino 288 Plätze und eine 25 Quadratmeter große Leinwand, das Obere Kino 136 Plätze bei 12 Quadratmetern, das Kleine Kino 96 Plätze bei 11 Quadratmetern – zusammen rund 520 Plätze. Das Kino selbst veröffentlicht keine Platzzahlen, deshalb bleibt die Angabe eine Fremdquelle.
An einem gewöhnlichen Werktag laufen zwölf bis vierzehn Vorstellungen, die erste vormittags als Schulvorstellung, die letzte gegen 22 Uhr. Hinter jedem Titel steht im Spielplan, ob es sich um eine deutsche Fassung (dtF), eine Originalfassung mit Untertiteln (OmU) oder eine englisch untertitelte Fassung handelt. Das vollständige Programm für die neue Kinowoche ab Donnerstag erscheint jeweils am Dienstagmorgen.
Preise, Kinotag und Sneak Preview
Von Montag bis Donnerstag kostet eine Karte 11 Euro, ermäßigt 10 Euro; freitags bis sonntags sind es 12 Euro. Wer sonntags bis donnerstags nach 22 Uhr kommt, zahlt 8 Euro, mittwochs gilt der Kinotag mit 8,50 Euro. Kinderkino kostet 6,50 Euro für Kinder und 8 Euro für Erwachsene. Die Cinecard bringt 2 Euro Rabatt, außer bei den ohnehin reduzierten Tarifen; für 3D und Überlängen kommen Zuschläge dazu. Ermäßigt gilt für Auszubildende, Studierende, Schülerinnen und Schüler, Rentnerinnen und Rentner, Freiwilligendienstleistende, Leistungsbeziehende und Schwerbehinderte – bei einem „B“ im Ausweis ist eine Begleitperson frei. Preise laut abaton.de, Stand September 2026.
Dienstags läuft die Sneak Preview: ein nicht angekündigter Film für 7 Euro, dazu Popcorn und ein Quiz. Schulklassen zahlen vormittags 5 Euro pro Person, Grundschulen 4 Euro. Kindergeburtstage sind täglich um 15 Uhr möglich, ab zehn Personen; das Geburtstagskind sucht sich einen Kinderfilm aus dem laufenden Angebot aus und wird eingeladen, die Gäste zahlen 6,50 beziehungsweise 8 Euro. Das Abaton ist Mitglied im europäischen Kinonetzwerk Europa Cinemas, und das Kino-Abo Cineville wird akzeptiert.
Kinobar, Boutique und Außenplätze
Zum Haus gehört eine Bar im Foyer: Kaffee, Kuchen, Bier und Knabberkram, die vor dem Film auch mit in den Saal dürfen. Google beschreibt das Abaton als „einfaches Kino mit Retroambiente und einer gemütlichen Bar mit Sitzgelegenheiten im Freien“ – die Tische auf dem Allende-Platz gehören im Sommer zum Bild des Viertels. Die Bar ist unter 040 60750891 erreichbar und lässt sich für Veranstaltungen mieten. Gutscheine, Hoodies und T-Shirts gibt es an der Kinokasse und in der Abaton-Boutique; ein Gutschein kostet 12 Euro, der Versand 2,50 Euro pro Bestellung. Wer das gedruckte Programmheft abonnieren will, zahlt in Hamburg 8 Euro im Jahr, außerhalb 14 Euro.
Seit 1970 am Grindel
Eröffnet wurde das Abaton am 29. Oktober 1970 in einem umgebauten Parkhaus – ein Haus, das von Anfang an auf Filmemacher-, Underground- und Avantgardekino setzte und deshalb als eines der ersten Programmkinos Deutschlands gilt. Aus dieser Zeit stammen die Wandmalereien von Werner Nöfer im Eingangsbereich; das rote Bild über dem Durchgang gehört bis heute zu den Erkennungszeichen. Betrieben wird das Kino von der Abaton Kino Betriebs-GmbH mit Sitz an derselben Adresse. In der eigenen Google-Beschreibung nennt sich das Haus „eines der ersten Arthouse-Kinos Deutschlands“ mit einem „anspruchsvollen, preisgekrönten internationalen Filmprogramm“.
In Rotherbaum
Der Allende-Platz liegt zwischen Grindelhof und Universität, fünf Gehminuten von der U-Bahn-Station Hallerstraße und wenige Minuten vom Dammtorbahnhof entfernt. Rundherum: Buchläden, Cafés, Imbisse und das Grindelviertel. Barrierefrei ist das Haus nur eingeschränkt – bei Google ist ein rollstuhlgerechtes WC vermerkt, ein rollstuhlgerechter Eingang und rollstuhlgerechte Sitzplätze dagegen nicht. Als LGBTQ+-freundlich ist das Kino bei Google ebenfalls eingetragen.
Besuch planen
Spielplan auf abaton.de ansehen, Karten online über den Ticketpartner oder an der Kasse holen – Reservierungen per Telefon oder E-Mail nimmt das Kino ausdrücklich nicht entgegen.
Adresse
Allende-Platz 3
20146 Hamburg, Rotherbaum
Ecke Grindelhof, nahe U Hallerstraße. Kasse 040 41320320, Büro 040 41320330 (Mo–Fr 10–16 Uhr).
Öffnungszeiten
- Mo–Fr ab 14.45 Uhr
- Sa/So laut Service-Seite ab 30 Min. vor der ersten Vorstellung
- Kontaktseite nennt Sa ab 12.30 Uhr, So ab 10.30 Uhr
- Bei Google keine Zeiten hinterlegt
Die beiden Angaben auf abaton.de widersprechen sich; maßgeblich ist der Spielplan.
Ticketpreise
- Mo–Do 11 €, ermäßigt 10 €
- Fr–So 12 €
- So–Do ab 22 Uhr 8 €
- Kinotag Mittwoch 8,50 €
- Kinderkino 6,50 € / 8 €
- Sneak Preview dienstags 7 €
- Cinecard 2 € Rabatt, Zuschläge für 3D und Überlänge
Laut abaton.de, Stand September 2026.
Gut zu wissen
- Drei Säle: Großes, Oberes und Kleines Kino
- Viel Originalfassung mit Untertiteln
- Kinobar mit Außenplätzen am Allende-Platz
- Cineville-Karte gilt, Mitglied bei Europa Cinemas
- Rollstuhlgerechtes WC, aber kein stufenloser Eingang
Bei Google 4,6 von 5 Sternen aus 2.410 Bewertungen.
Ein Parkhaus, drei Säle und seit 1970 das Kino, das Hamburg das Programmkino beibrachte.