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Der erdbeerfressende Drache

Kleine Teller am Alsterufer, bis Ende November 2026.

Zwischen Tapasbar und Izakaya

Thorsten Gillert startete Der erdbeerfressende Drache 2018 als Pop-up und fand 2022 eine feste Adresse am Alsterufer 3. Die Idee kam aus spanischen Tapasbars und japanischen Izakayas: viele kleine Teller statt einer starren Menüfolge, benannt nach zwei Hauptzutaten und zum Teilen gedacht.

Das Haus wurde in Hamburg als Restaurant des Jahres ausgezeichnet und trägt den Genuss-Michel. Am 28. November 2026 ist Schluss: Die Verträge laufen aus, eine Verlängerung kam nicht zustande.

2018als Pop-up gestartet
2022feste Adresse am Alsterufer
28. Nov.2026 ist der letzte Abend
420 mzur U-Bahn Stephansplatz
Frische Erdbeeren in einer geschliffenen Glasschale auf dunklem Untergrund
Erdbeerspezialitäten gaben dem Haus seinen Namen. Symbolbild, nicht aus diesem Haus. Foto: Roberta Sorge, CC0

Kleine Teller, zwei Zutaten im Namen

Es gibt keine feste Menüfolge. Auf der Karte stehen heiße, warme und kalte kleine Teller, die Gäste stellen sich ihre Reihenfolge selbst zusammen oder überlassen das der Küche. Diese Variante heißt Omakase und kommt auf Wunsch mit Weinbegleitung.

Die Gerichte tragen die Namen ihrer zwei Hauptzutaten. Auf der Karte standen zum Beispiel Ente mit Rosenkohl, Mandarine und gerösteten Sonnenblumenkernen oder Steinpilz mit Miso-Crème-brûlée.

Im Vordergrund steht nicht das Luxusprodukt, sondern die handwerkliche Präzision. Die Karte wechselt ständig, entsprechend überrascht jeder Besuch mit anderen Tellern.

Aufgeschnittene Entenbrust mit Pilzen, Spinat und Kartoffelgratin auf einem schmalen weißen Teller
Ein Gericht der Karte hieß Ente mit Rosenkohl, Mandarine und gerösteten Sonnenblumenkernen. Symbolbild, nicht aus diesem Haus. Foto: Tim Sackton, CC BY-SA 2.0

Radikale Verarbeitungstiefe

Das Haus beschreibt seinen Anspruch als radikale Verarbeitungstiefe. Gemeint ist, dass möglichst viel im eigenen Haus entsteht: Für das Brot zieht die Küche sogar ihre eigene Hefe.

Die Zutaten kommen bevorzugt aus der Region, die Ideen dagegen aus aller Welt. Beschrieben wird die Küche als durchdacht, präzise, hocharomatisch und elegant.

Ausgezeichnet wurde das Restaurant in Hamburg als Restaurant des Jahres und mit dem Genuss-Michel.

Crème brûlée mit karamellisierter Zuckerkruste in einer weißen Form
Zum Steinpilz stellt die Küche eine Crème brûlée aus Miso. Symbolbild, nicht aus diesem Haus. Foto: Takeaway, CC BY-SA 3.0

Warum Drache und warum Erdbeeren

Der Name klingt nach Märchen und ist einer der ungewöhnlichsten der Hamburger Gastronomie. Die Anregung stammt aus einem Theaterprogramm über Verständigung jenseits der Sprache.

Zur Identität des Hauses gehören Erdbeerspezialitäten, denen der Drache seinen Beinamen verdankt.

Angefangen hat alles 2018 als Pop-up. Erst 2022 zog Gillert mit dem Konzept an den Alsterufer und machte daraus ein festes Restaurant.

Am 28. November 2026 ist Schluss

Ende August 2026 gab Thorsten Gillert bekannt, dass er das Restaurant am 28. November 2026 schließt. Die Verträge liefen aus, eine Verlängerung habe er nicht erreichen können.

Gillert zieht sich damit vom eigenen Restaurant zurück und beginnt nach eigenen Worten ein neues Kapitel. Die Entscheidung sei ihm schwergefallen.

Bis zum letzten Abend will er mit voller Energie und vielen frischen Ideen weiterarbeiten. Reservierungen und spontane Gäste sind bis dahin willkommen.

Was vorher an der Adresse war

Am 21. November 2016 eröffnete Tim Mälzer hier Die gute Botschaft. Der Name spielte auf die Konsulate an der Alster an, das Konzept war zunächst eine Art Kantine für den schnellen Mittagstisch.

Später kochte das Haus hanseatisch-japanisch, abends gab es ein Omakase-Menü, der Guide Michelin führte es mit einem Bib Gourmand.

2022 wurde Die gute Botschaft geschlossen. Im selben Jahr zog Der erdbeerfressende Drache in die Räume.

Besuch planen

Geöffnet ist montags bis samstags ab 17 Uhr. Die Küche arbeitet montags bis donnerstags von 18 bis 22 Uhr, freitags und samstags bis 22:30 Uhr. Sonntags bleibt das Haus zu.

Die Bushaltestelle Bf. Dammtor liegt rund 304 Meter entfernt, dort halten auch S-Bahn und Fernzüge. Zur U-Bahn Stephansplatz sind es etwa 420 Meter.

Adresse

Alsterufer 3
20354 Hamburg, Rotherbaum

Rund 304 Meter zur Haltestelle Bf. Dammtor, etwa 420 Meter zur U-Bahn Stephansplatz.

Öffnungszeiten

  • Montag bis Samstag ab 17 Uhr
  • Küche Montag bis Donnerstag 18 bis 22 Uhr
  • Küche Freitag und Samstag 18 bis 22:30 Uhr
  • Sonntag geschlossen

Letzter Öffnungstag ist der 28. November 2026.

Küche

  • Kleine Teller, heiß, warm und kalt
  • Gerichte nach zwei Hauptzutaten benannt
  • Omakase mit Weinbegleitung auf Wunsch
  • Täglich wechselnde Karte

Regionale Zutaten, Ideen aus aller Welt, Brot mit eigener Hefe.

Gut zu wissen

  • Restaurant des Jahres in Hamburg
  • Ausgezeichnet mit dem Genuss-Michel
  • 2018 als Pop-up gestartet
  • Telefon 040 69657299

Vorher stand an dieser Adresse Die gute Botschaft von Tim Mälzer.

Erreichbar ist das Restaurant unter 040 69657299 und über reservierung@dererdbeerfressendedrache.de.

Kleine Teller am Alsterufer, noch bis Ende November 2026.