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Altonaer Museum

Seit 1863 sammelt das Altonaer Museum, was den Norden ausmacht: Schiffsmodelle und Galionsfiguren, Bauernstuben und Trachten, Spielzeug, Grafik und Malerei aus der Elbregion, Schleswig-Holstein und von den Küsten — eines der größten Regionalmuseen Deutschlands, mit Kinderbuchhaus und Café Schmidtchen. Montag und Mittwoch bis Sonntag, Eintritt 9,50 Euro, unter 18 frei.

Als der Norden dänisch war

Als sich am 11. Oktober 1863 einige Geschichtsfreunde an der Palmaille trafen, um in einem Hinterhaus ein „öffentliches Museum“ zu eröffnen, war Altona noch dänisch — mit rund 50.000 Einwohnern die größte Stadt des Gesamtstaats nach Kopenhagen. Aus der bürgerlichen Gründung wurde eines der größten Regionalmuseen Deutschlands: Das Altonaer Museum erzählt die Kunst- und Kulturgeschichte des norddeutschen Raums, der Elbregion um Altona, Schleswig-Holsteins und der Nord- und Ostseeküste — mit Gemälden und Grafik, Textilien und Spielzeug, Kunsthandwerk, Schifffahrt und dem Leben und Arbeiten auf dem Land und in der Stadt. Um 1900 baute die inzwischen selbständige Stadt Altona an der Museumstraße einen prächtigen Neubau im Stil der nordischen Renaissance, 1901 eröffnet; 1914 kam zum 250. Stadtjubiläum ein Erweiterungsflügel dazu.

Der erste hauptamtliche Direktor Otto Lehmann, Zoologe und Reformpädagoge, machte daraus eines der modernsten Museen Europas: Anschaulichkeit statt trockener Systematik, Dioramen, Haus- und Schiffsmodelle, ganze Räume als Inszenierungen — bis heute erkennbar in den Bauernstuben und der Werkstatt eines Schiffszimmerers. Eine Fliegerbombe zerstörte das Haupthaus gegen Kriegsende zu rund 65 Prozent, die ausgelagerten Sammlungen blieben weitgehend erhalten; in den 1950er und 1960er Jahren wurde wieder aufgebaut und erweitert. Seit 2008 gehört das Haus zur Stiftung Historische Museen Hamburg, mit dem Jenisch Haus als Außenstelle. Heute verbindet es Geschichte mit Gegenwartsthemen wie Stadtentwicklung, Flucht und Migration, zeigt Sonderausstellungen — bis März 2027 „Aiga Rasch und ihre Detektive“ über die Illustratorin der „drei ???“ — und betreibt das Kinderbuchhaus, den Projektraum „Wegmarken jüdischer Geschichte“ und eine Bibliothek.

Säulenhalle des Altonaer Museums mit weißen Säulen, Kreuzgewölbe und roten Sitzelementen, im Hintergrund eine Schiffsschraube
Die Säulenhalle im Erdgeschoss — Foyer, Lesebereich und Veranstaltungsort zugleich, mit Blick auf eine historische Schiffsschraube. Foto: JensKunstfreund, CC BY-SA 4.0

Gut zu wissen

Geöffnet ist Montag sowie Mittwoch bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr; Dienstag ist Ruhetag. Heiligabend, am ersten Weihnachtstag, Silvester und Neujahr bleibt das Haus zu, an allen anderen Feiertagen ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet; während der Aiga-Rasch-Ausstellung gibt es donnerstags bis 19 Uhr Zutritt. Der Eintritt kostet 9,50 Euro, ermäßigt 6 Euro (unter anderem Studierende, Auszubildende, Schwerbehinderte, Hamburg-Card-Inhaber), Gruppen ab zehn Personen 7 Euro; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind frei. Das Kinderbuchhaus öffnet nachmittags (Mo, Mi–Fr 14–17, Sa/So 12–17 Uhr), sonntags gibt es für Kinder ab sechs die „Sonntagskinder“ zum Malen und Basteln. Das Museum ist barrierefrei; Führungen bucht man über den Museumsdienst Hamburg. Das Café Schmidtchen im Museum — Ableger des Café Schmidt an der Elbe — hat einen eigenen Eingang über die Braunschweiger Straße, Terrasse inklusive.

Lange Wand voller Halbmodelle von Schiffsrümpfen auf blauen Tafeln, davor Konstruktionszeichnungen
Halbmodelle von Schiffsrümpfen — die Schifffahrtssammlung mit Modellen, Galionsfiguren und Werftgeschichte gehört zu den Kernbeständen des Hauses. Foto: JensKunstfreund, CC BY-SA 4.0

Anfahrt

Das Museum steht am Platz der Republik, drei Minuten vom Bahnhof Altona (S1, S3, Regional- und Fernbahn) entfernt; der Bus 112 hält am Rathaus Altona. Parkplätze sind knapp — am besten mit der Bahn kommen.

Öffnungszeiten & Tickets

Nachgebaute Werkstatt eines Schiffszimmerers mit Hobelbank, Werkzeugen an der Wand, Holzbohlen und einem Modellrumpf
Die Werkstatt eines Schiffszimmerers — eine der Inszenierungen, mit denen das Museum seit Otto Lehmanns Zeiten Lebens- und Arbeitswelten zeigt. Foto: Christoph Braun, CC0

In der Nähe

Im Haus selbst das Schmidtchen im Museum; ein paar Schritte weiter die Trattoria Roma Sparita, die Weinstube zur Traube und La Crème de la Crêpe; Richtung Elbe der Altonaer Balkon und die Dockland-Aussichtsplattform.

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Die Angaben stammen von shmh.de, Stand September 2026, ohne Gewähr.

Adresse

Museumstraße 23 (Platz der Republik)
22765 Hamburg, Altona-Altstadt

S1/S3 Bahnhof Altona, Bus 112 Rathaus Altona.

Öffnungszeiten

  • Montag, Mittwoch bis Freitag 10:00 bis 17:00 Uhr
  • Samstag und Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr
  • Dienstag geschlossen

Zu am 24., 25. und 31.12. sowie am 1.1.; sonst feiertags 10–18 Uhr.

Eintritt

  • Erwachsene 9,50 €, ermäßigt 6 €
  • Gruppen ab 10 Personen 7 € p. P.
  • Unter 18 Jahren frei

Ermäßigung u. a. mit Hamburg Card.

Kontakt

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