Stiftung Hamburg Maritim
Die Stiftung bewahrt Hamburgs maritimes Erbe: 13 historische Schiffe, die 50er Schuppen mit Kran-Allee und Hafenbahn am Bremer Kai im Hansahafen, den Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen und die Restaurierung der Peking — Sitz im Kopfgebäude von Schuppen 52A auf dem Kleinen Grasbrook, Besuch an Open-Ship-Tagen und bei Ausfahrten.
Wer den alten Hafen am Leben hält
Wer am Bremer Kai auf dem Kleinen Grasbrook steht — zwischen Vollportalkranen, Gleisen der Hafenbahn und den langen Backsteinschuppen mit ihren Holzbindern —, sieht den Hamburger Hafen, wie er vor dem Container aussah. Dass es diesen Ort noch gibt, ist der Stiftung Hamburg Maritim zu verdanken. Sie wurde 2001 auf Initiative der Handelskammer durch die damalige Hamburgische Landesbank gegründet, übernahm 2002 die vom Abriss bedrohten 50er Schuppen samt Beamtenwohnhaus und sorgte für ihren Denkmalschutz. Ihr Sitz ist das Kopfgebäude von Schuppen 52A mit dem grünen Turm — das Gebäude auf dem Bild oben. Auf dem 110.000 Quadratmeter großen Gelände liegen heute auch das Hafenmuseum im Schuppen 50A, die Werkstätten der Stiftung und die Baustelle der Viermastbark Peking.
Die Stiftung betreibt 13 historische Schiffe und die Historische Hafenbahn, gehalten von rund 1.300 Ehrenamtlichen in Betriebsvereinen: den Stückgutfrachter BLEICHEN, den Dampfer Schaarhörn, den Schlepper Fairplay VIII, den Lotsenschoner No. 5 Elbe von 1883, die Ewer Catarina und Johanna, den Elbfischkutter Greta, den Hochseekutter Landrath Küster und andere. Zwei Häfen gehören dazu — der 2008 eröffnete Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen, Hamburgs ältestem Hafenbecken mitten in der HafenCity mit seiner 380 Meter langen Pontonanlage für rund 25 Schiffe, und seit 2018 der Anleger Bremer Kai im Hansahafen. Am Bremer Kai restauriert die Stiftung außerdem die historischen Hafenkrane, von denen inzwischen 17 wieder an der Elbphilharmonie, am Kaiserkai, am Versmannkai, am Strandkai und am Kirchenpauerkai stehen.
Gut zu wissen
Die Stiftung ist kein Museum mit Kasse: Der Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen ist als Flaniermeile jederzeit frei zugänglich, am Bremer Kai ist nur der Brückenponton öffentlich, das Kai- und Schuppengelände ist Betriebsgelände. An Bord der Schiffe kommt man an den Open-Ship-Tagen aus dem Veranstaltungskalender (Eintritt frei, Spenden erbeten), bei Gästefahrten und Chartertouren oder an Großveranstaltungen wie dem Hafengeburtstag. Die Maritime Circle Line läuft den Bremer Kai saisonal von den Landungsbrücken an (11:45, 13:45 und 15:45 Uhr) und verbindet ihn mit Hafenmuseum, Speicherstadt und Elbphilharmonie. Wer mitmachen will, findet in den Betriebsvereinen Ehrenamtliche, die neue Crewmitglieder ausbilden.
Anfahrt
Zum Bremer Kai: S3 oder S5 bis Veddel (Ausgang Hafen), von dort Bus 256 oder zehn Minuten zu Fuß; an Wochenenden und Feiertagen fährt die Sonderlinie 856 von U/S Elbbrücken über Veddel zum Hafenmuseum. Per Barkasse mit der Maritime Circle Line ab Brücke 10 an den Landungsbrücken. Der Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen liegt fünf Minuten von der U3 Baumwall oder der U4 Überseequartier entfernt.
In der Nähe
Diese Orte aus unserer Karte liegen im Umkreis von rund einem Kilometer: die MS BLEICHEN und das Hafenmuseum im Schuppen 50A auf demselben Gelände, jenseits des Baakenhafens die ElbFaire und coast by east; im Sandtorhafen liegen der Traditionsschiffhafen und Klein und Kaiserlich am Kaiserkai, die Elbphilharmonie und die Speicherstadt.
Besuch planen
Die Angaben stammen von stiftung-hamburg-maritim.de, Stand September 2026, ohne Gewähr.
Adresse
Kopfgebäude Schuppen 52A, Australiastraße
20457 Hamburg, Kleiner Grasbrook
Zweiter Standort: Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen, HafenCity.
Besuch
- Sandtorhafen: Pontonanlage jederzeit frei zugänglich
- Bremer Kai: Brückenponton öffentlich, Schiffe an Open-Ship-Tagen
- Gästefahrten und Charter nach Kalender
Open Ship kostenlos, Spenden erbeten.
Kontakt
Gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts, gegründet 2001.
Merkmale
- 13 historische Schiffe + Hafenbahn
- 50er Schuppen, Kran-Allee, Hafenbahn
- Traditionsschiffhafen Sandtorhafen (seit 2008)
- Anleger Bremer Kai (seit 2018)
- Rund 1.300 Ehrenamtliche
Museum — Einordnung auf welovehamburg.de.