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Museum der Arbeit

Hamburgs Industrie-, Technik- und Sozialgeschichte in der alten Gummifabrik am Wiesendamm — Druckerei, Metallwerkstatt und Handelskontor zum Anfassen, das 14 Meter große Schneidrad der Tunnelbohrmaschine TRUDE auf dem Hof und montags offene Werkstätten; Dienstag Ruhetag.

Wie Hamburg gearbeitet hat

Direkt hinter dem Bahnhof Barmbek liegt ein Ensemble roter Backsteinhallen mit Schornstein und Wasserturm: die ehemalige Fabrik der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie, die hier ab 1871 Kämme, Hartgummi und Isolatoren herstellte. Seit 1997 ist das Gelände das Museum der Arbeit, heute Teil der Stiftung Historische Museen Hamburg. Sein Thema ist nicht ein einzelnes Werk, sondern die Frage, wie sich das Arbeiten seit der Industrialisierung verändert hat — in der Fabrik, im Kontor, im Büro und im Hafen. Vor der Tür steht das Wahrzeichen des Hauses: TRUDE, das 14 Meter große Schneidrad der Tunnelbohrmaschine, die von 1997 bis 2000 die vierte Elbtunnelröhre gegraben hat.

Drinnen arbeiten die Maschinen weiter: In der Druckerei stehen Setzkästen, Bleilettern und laufende Druckpressen, in der Metallwerkstatt Drehbänke und Fräsen, dazu kommen ein historisches Handelskontor, Büroarbeit vom Stehpult bis zum Computer und ein Bereich zum kolonialen Handel Hamburgs, in dem auch die 1968 vom Sockel gestürzte Statue des Kolonialbeamten Hans Dominik liegt. Das 2024 eröffnete Torhaus ergänzt das Haus um eine „Zukunftswerkstatt“ und ein Experimentierfeld für Schulklassen. Montags laden die offenen Werkstätten zum Selbermachen ein — es wird gedruckt, gestempelt, geheftet und geschrieben, mit Anleitung von Museumsleuten. Auf dem Hof stehen außerdem ein Menck-Bagger, ein Hafenkran und eine Henschel-Straßenwalze, nebenan liegt das Kulturzentrum Zinnschmelze.

Das graue Schneidrad der Tunnelbohrmaschine TRUDE auf dem Hof des Museums der Arbeit vor blauem Himmel
TRUDE („Tief runter unter die Elbe“) grub von 1997 bis 2000 die vierte Elbtunnelröhre; ihr Schneidrad mit gut 14 Metern Durchmesser steht seit 2001 als technisches Denkmal vor dem Museum. Foto: NordNordWest, CC BY-SA 3.0 de

Gut zu wissen

Geöffnet ist montags von 10 bis 21 Uhr, Mittwoch bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr; Dienstag ist Ruhetag. An Feiertagen gilt 10 bis 18 Uhr, an Heiligabend, dem ersten Weihnachtstag, Silvester und Neujahr bleibt das Haus geschlossen. Der Eintritt kostet 9,50 Euro, ermäßigt 6 Euro (auch mit Hamburg Card), Gruppen ab zehn Personen zahlen 7 Euro pro Person, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren kommen kostenlos hinein. Tickets gibt es online über tickets.shmh.de oder an der Kasse. Im Torhaus gibt es eine Kantine mit Café, dazu Museumsladen und eine Bibliothek zur Hamburger Sozialgeschichte; Kindergeburtstage, Kita-Angebote und Führungen lassen sich buchen. Das Museum stellt Informationen zur Barrierefreiheit für Mobilität, Sehen und Hören bereit.

Rotes Backstein-Kesselhaus der ehemaligen Gummifabrik auf dem Gelände des Museums der Arbeit
Das Kesselhaus der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie — die Fabrik von 1871 lieferte einst Kämme und Hartgummi in alle Welt, heute steht sie unter Denkmalschutz. Foto: Sebastian Koppehel, CC BY 4.0

Anfahrt

Der Bahnhof Barmbek (S1, U3, zahlreiche Buslinien) liegt direkt gegenüber — vom Ausgang Wiesendamm sind es zwei Minuten zu Fuß. Parkplätze gibt es nur wenige am Wiesendamm und in den Nebenstraßen, das Museum empfiehlt Bahn und Bus.

Zur Website des Museums

Blaue historische Straßenwalze von Henschel mit roten Rädern vor dem Backsteingebäude des Museums der Arbeit
Historische Straßenwalze von Henschel auf dem Museumshof — draußen stehen außerdem ein Menck-Seilbagger und ein Hafenkran. Foto: Claus-Joachim Dickow, CC BY-SA 3.0

In der Nähe

Diese Orte aus unserer Karte liegen im Umkreis von rund einem Kilometer: das Restaurant T.R.U.D.E. am Museumshof, das Café LüttLiv, der Bartels Breakfastclub, das Café Roomyz, das Morgenland, Croque Star, das Asia Haus und das Amadeus Barmbek.

Weitere 22 Adressen in Barmbek-Nord

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Die Angaben stammen von shmh.de, Stand September 2026, ohne Gewähr.

Adresse

Wiesendamm 3
22305 Hamburg, Barmbek-Nord

Direkt am Bahnhof Barmbek, Eingang über den Museumshof.

Öffnungszeiten

  • Montag 10–21 Uhr
  • Dienstag geschlossen
  • Mittwoch bis Freitag 10–17 Uhr
  • Samstag und Sonntag 10–18 Uhr

Feiertage 10–18 Uhr; 24./25.12., 31.12. und 1.1. geschlossen.

Eintritt

  • Regulär 9,50 €
  • Ermäßigt 6 €
  • Gruppen ab 10 Personen 7 € pro Person
  • Unter 18 Jahren frei

Online-Tickets über tickets.shmh.de.

Kontakt

Torhauskantine mit Café, Museumsladen, Bibliothek.