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Archäologisches Museum Hamburg

Ein Gletscher aus 25.000 Eiswürfelbereitern, ein Riesenhirsch, Funde im Kühlschrank und ein begehbarer HVV-Plan mit Bodenschätzen aus allen Stadtteilen: Das Landesmuseum für Archäologie erzählt 200.000 Jahre Norddeutschland als Erlebnis zum Anfassen. Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, 8 Euro, unter 18 frei.

Foto: amh.de

Abenteuer Archäologie

Der Rundgang beginnt in einem Gletscher: Durch eine bis zur Decke reichende Wand aus 25.000 Eiswürfelbereitern betritt man die Landschaft, die das Eis hinterlassen hat – Sand, Geröll, Findlinge, und dazwischen bodennahe, begehbare Schaukästen, die man wie auf einer Grabung erkundet. Das Archäologische Museum Hamburg, das Landesmuseum für Archäologie und bis 2009 Helms-Museum genannt, verzichtet in seiner Dauerausstellung „Abenteuer Archäologie“ auf die klassische Chronologie und ordnet 200.000 Jahre Geschichte Norddeutschlands stattdessen in sechs Themen: Werkstoff, Nahrung, Gewalt, Tod, Innovation und Mobilität. Im Obergeschoss stehen Betonvitrinen, Schiffscontainer mit Funden aus dem Hamburger Hafen und ein Kühlschrank voller Nahrungsreste, allerdings nicht von gestern, sondern aus der Steinzeit.

Größte Installation ist „Hamburg archäologisch“: ein über 200 Quadratmeter großer, begehbarer HVV-Plan, auf dem Bodenfunde aus dem ganzen Stadtgebiet an ihrer Haltestelle liegen – Elbgaustraße, Diebsteich oder Veddel, per Knopfdruck mit passender Durchsage. Zu den Highlights der Sammlung gehören das mesolithische Paddel von Duvensee, der Schädel von Hahnöfersand, der Holsteiner Gürtel aus Altengamme, der Spitzwecken von Ovelgönne als ältestes erhaltenes Feingebäck Europas und die dreifache Pferdebestattung von Wulfsen. Das Haus geht auf den 1898 gegründeten Harburger Museumsverein zurück; unter Willi Wegewitz wurde es ab 1930 zur archäologischen Forschungsstätte, seit 1972 bündelt es alle staatlichen Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte Hamburgs und ist Sitz der Bodendenkmalpflege – mehr als 1,5 Millionen Objekte lagern im Zentralmagazin. Sonderausstellungen zeigt das Haupthaus am Museumsplatz 2, wenige Schritte entfernt, mit Museumsshop und der Helms Lounge; ab 21. Oktober 2026 läuft dort die Familienausstellung „Zeitreise Hamburg“.

Glasvitrine mit einem alten hölzernen Scheibenrad in einer nachgebauten Ausgrabungslandschaft aus Sand und Findlingen, darüber ein Einbaum unter der Decke
Ein hölzernes Wagenrad und ein Einbaum unter der Decke im Themenbereich Mobilität – die Ausstellung im Erdgeschoss ist als Ausgrabungslandschaft gestaltet. Foto: amh.de

Gut zu wissen

Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, montags geschlossen; die meisten Feiertage sind Öffnungstage, zu ist an Ostermontag, Pfingstmontag, Heiligabend, dem ersten Weihnachtstag, Silvester und Neujahr. Das Ticket kostet 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre kommen frei hinein – und es gilt für alle Häuser des AMH, also auch für die Sonderausstellungen am Museumsplatz. Für Kinder gibt es das Archaeologicum mit nachgebauter Höhle, Kindergeburtstage, Escape-Touren und die Kindersprechstunde; Führungen und Workshops laufen über den Museumsdienst Hamburg. Vor dem Haus lädt der archäologische Museumsspielplatz zum Toben ein, das Gebäude ist barrierefrei zugänglich.

Skelett eines Riesenhirschs mit gewaltigem Schaufelgeweih in der dunklen Ausstellungshalle, davor Findlinge und Sand
Der eiszeitliche Riesenhirsch mit seinem Schaufelgeweih gehört zu den ersten Stationen des Rundgangs. Foto: amh.de

Anfahrt

Die Dauerausstellung liegt am Harburger Rathausplatz 5, direkt am Harburger Rathaus und wenige Minuten von der S-Bahn Harburg Rathaus (S3, S5) entfernt; Busse halten am Harburger Rathaus und am Bahnhof Harburg. Vom Haupthaus am Museumsplatz 2 führt die „Museumsachse“ mit dem 30 Tonnen schweren Herzog-Otto-Findling herüber. Parkplätze gibt es in den Parkhäusern der Harburger Innenstadt.

Preise & Öffnungszeiten

In den Boden eingelassener, begehbarer Schaukasten mit alten Holzbohlen, daneben eine rot-weiße Messlatte und kleine Vitrinen im Sand
Wie auf einer echten Grabung: Ein Stück Bohlenweg liegt unter Glas im Boden, Messlatte inklusive – ein Großteil der Exponate lässt sich bodennah entdecken. Foto: amh.de

In der Nähe

Zum Essen nach dem Museum: das Block House Harburg ein paar Straßen weiter oder die Lokale rund um den Harburger Rathausplatz. Auf dem Rückweg in die Stadt lohnen in Wilhelmsburg der Energiebunker und der Inselpark; die Außenstelle Bischofsburg des AMH liegt in der Altstadt, nicht weit von der Speicherstadt.

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Die Angaben stammen von amh.de, Stand September 2026, ohne Gewähr.

Adresse

Harburger Rathausplatz 5
21073 Hamburg, Harburg

S3/S5 Harburg Rathaus. Sonderausstellungen: Museumsplatz 2.

Öffnungszeiten

  • Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr
  • Montag geschlossen

Zu an Oster-/Pfingstmontag, 24., 25. und 31.12. sowie 1.1.

Eintritt

  • Erwachsene 8 €
  • Ermäßigt 5 €
  • Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre frei

Ticket gilt für alle Häuser des AMH.

Kontakt

  • amh.de
  • Barrierefrei zugänglich

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