Ein Frachtsegler mit vier Namen
Die Rickmer Rickmers wurde im August 1896 auf der Rickmerswerft in Geestemünde gebaut. Sie misst 97 Meter über alles bei 12,19 Metern Breite und 2.007 BRT.
Ursprünglich war sie ein Vollschiff. 1904 verlor sie im Indischen Ozean bei einem Sturm den Kreuzmast und wurde anschließend zur Bark umgetakelt. Die Masten reichen heute wieder bis 54 Meter.
Max, Flores, Sagres, Santo André
Das Schiff fuhr unter vielen Namen. 1912 hieß es Max, 1916 Flores, 1924 Sagres, später Santo André. Erst nach der Rückkehr nach Hamburg bekam es seinen ursprünglichen Namen zurück.
Als Sagres diente es der portugiesischen Marine als Schulschiff. In dieser Rolle gewann es 1958 die Tall Ships' Races.
Seit 1983 liegt es als Museumsschiff an den St. Pauli Landungsbrücken. Nach einer Restaurierung auf der Norderwerft kehrte es am 12. August 2024 an seinen Liegeplatz zurück.
Was an Bord zu sehen ist
Unter Deck sind Mannschaftsräume, Kajüten und der Navigationsraum eingerichtet. Die Ausstattung zeigt, wie eng es auf einem Frachtsegler zuging.
Im Laderaum gibt es Ausstellungen zur Geschichte des Schiffes und zur Zeit der großen Segelfrachter. Dazu kommt ein Restaurant an Bord.
Anders als die Cap San Diego fährt die Rickmer Rickmers nicht mehr. Sie liegt fest und ist als Denkmalschiff eingestuft.
Besuch planen
Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet (Kassenschluss 17:30 Uhr), Erwachsene zahlen 7 Euro, Kinder von 4 bis 12 Jahren 5 Euro. Das Schiff liegt direkt an den Landungsbrücken und ist von der S-Bahn aus in zwei Minuten zu erreichen.
Liegeplatz
Bei den St. Pauli-Landungsbrücken 1a
20359 Hamburg
Direkt an den Landungsbrücken.
Öffnungszeiten & Eintritt
- Täglich 10:00 bis 18:00 Uhr, Kasse bis 17:30 Uhr
- Erwachsene 7 €, mit Hamburg Card 6 €
- Schüler und Studenten 6 €, Kinder 4–12 Jahre 5 €
- Familienkarte 18 €
Gastronomie täglich 11 bis 18 Uhr. Stand September 2026.
Geschichte
- 1896 als Vollschiff gebaut
- 1904 zur Bark umgetakelt
- Namen: Max, Flores, Sagres, Santo André
- Seit 1983 Museumsschiff
Als Sagres gewann sie 1958 die Tall Ships' Races.
Anfahrt
- S1 und S3 Landungsbrücken
- U3 Landungsbrücken
- Fähre 62
Von der S-Bahn rund zwei Minuten.
Die Decks sind teilweise steil und schmal, Treppen unter Deck sind eng. Wer schlecht zu Fuß ist, sollte das einplanen.
Ein Frachtsegler von 1896, der unter vier Namen um die Welt fuhr.