Rathausmarkt
130 mal 90 Meter im Herzen der Stadt, entstanden aus der Asche des Großen Brands.
Ein Marktplatz, auf dem nie Markt war
Der Rathausmarkt misst rund 130 mal 90 Meter und ist der zentrale Platz der Hamburger Altstadt. Trotz seines Namens diente er nie als regulärer Marktplatz, mit einer Ausnahme: dem Weihnachtsmarkt.
Entstanden ist er nach dem Großen Brand von 1842, der das mittelalterliche Dominikanerkloster St. Johannis zerstörte, das zuvor an dieser Stelle stand. Den Namen bekam er um 1843 und 1844.
Venedig als Vorbild
Die Gestaltungsidee geht auf Vorschläge des Architekten Gottfried Semper zurück, ausgearbeitet hat sie Alexis de Chateauneuf. Vorbild war der Markusplatz in Venedig, ein weiter Platz mit Arkaden an einer Seite.
Chateauneuf entwarf auch die Alsterarkaden, die den Platz zur Kleinen Alster hin abschließen. Sie sind bis heute der attraktivste Teil der Anlage.
Das Rathaus kam erst später: Es wurde zwischen 1886 und 1897 gebaut. Anfangs prägte die 1841 fertiggestellte Börse den südwestlichen Rand.
Heine und die Reichsbank
Seit 1982 steht auf dem Platz ein Denkmal für Heinrich Heine, eine 5,5 Meter hohe Bronzefigur. Sie ersetzt ein früheres Denkmal, das 1933 von den Nationalsozialisten zerstört wurde.
Am Rand steht das Reichsbankgebäude von 1914 bis 1919, ein klassizistischer Bau mit Tierkreiszeichen-Reliefs und einer Merkur-Skulptur.
Unter dem Platz liegt die U-Bahn-Station Rathaus, eröffnet am 15. Februar 1912.
Besuch planen
Der Platz ist frei zugänglich. Er dient regelmäßig als Bühne: für den Weihnachtsmarkt, für Sportereignisse wie den Hamburg-Marathon und die Cyclassics und für Empfänge.
Lage
Rathausmarkt
20095 Hamburg, Altstadt
Zwischen Rathaus und Kleiner Alster.
Öffnungszeiten
Frei zugänglich, rund um die Uhr
Bei Veranstaltungen teilweise abgesperrt.
Eintritt
- Kostenlos
Der Weihnachtsmarkt findet jährlich hier statt.
Anfahrt
- U3 Rathaus, direkt am Platz
- S1 und S3 Jungfernstieg, rund zwei Minuten
Mitten in der Innenstadt.
1982 feierte der Hamburger SV hier seinen Meistertitel. Solche Empfänge auf dem Rathausbalkon gehören zur Tradition des Platzes.
Ein Platz nach venezianischem Vorbild, entstanden aus einem Stadtbrand.