Pressglas-Pavillon
Ein Privatmuseum in Borgfelde: Pamela Wessendorf hat in mehr als 25 Jahren Hunderte Stücke Pressglas des Jugendstils und Art déco zusammengetragen — Vasen, Schalen, Deckeldosen, Figuren und Lampen, das meiste in Rosalin und Apricot. Zu sehen nach Voranmeldung per E-Mail.
Glas aus der Presse, in Rosalin und Apricot
„Skulpturen, Lampen, Schalen, Karaffen, Vasen — es gibt eigentlich nichts, was nicht auch aus Pressglas hergestellt worden ist.“ So beschreibt Pamela Wessendorf ihre Leidenschaft, und der Pressglas-Pavillon in Borgfelde ist das Ergebnis: ein Privatmuseum, in dem sie in mehr als 25 Jahren Hunderte Stücke aus der Zeit des Jugendstils und des Art déco zusammengetragen hat — das meiste in der zarten Rosalin- oder Apricot-Farbe, dazu Kristall, mundgeblasenes Glas und Formglas. Pressglas war das Glas für alle: Ab dem späten 19. Jahrhundert drückten Glashütten flüssiges Glas maschinell in Formen und brachten Reliefmuster, Figuren und Schliff-Imitationen in bürgerliche Wohnzimmer, die sich geschliffenes Kristall nicht leisten konnten.
Die Sammlung ist nach Herstellern geordnet und liest sich wie ein Atlas der Glasindustrie: August Walther & Söhne aus Ottendorf-Okrilla mit ihren Figuren-Tafelaufsätzen, Brockwitz bei Meißen, Ankerglas Bernsdorf, Inwald und Reich aus Böhmen, Stölzle aus Österreich, dazu Hütten aus Belgien, Frankreich, England, Skandinavien, Polen und den USA. Fast jährlich brachten die Werke neue Formen heraus, die Muster tragen Namen wie „Arabella“, „Rheingold“ oder „Sonnenfisch“. Ein Teil der Sammlung wurde 2008 in Schloss Holdenstedt bei Uelzen öffentlich gezeigt; auf der Website des Pavillons sind die Stücke mit Herkunft und Entstehungsjahr der Form katalogisiert — samt Markentafel der Signaturen. Die Sammlerin sucht weiter Kontakt zu anderen Sammlern und freut sich über Hinweise zu Herkunft und Alter unbekannter Gläser.
Gut zu wissen
Der Pressglas-Pavillon ist ein Privatmuseum ohne feste Öffnungszeiten: Besuche sind nur nach Voranmeldung per E-Mail möglich — die Adresse steht auf der Website, bitte „Pressglas“ in den Betreff schreiben. Verkauft wird nichts; Ankauf und Tausch von altem Pressglas bis etwa 1950 sind dagegen ausdrücklich erwünscht, gern auch in Weiß, Gelb, Grün, Blau oder Bernstein. Wer sich vorab orientieren will, findet auf der Website Hunderte katalogisierte Stücke nach Hersteller und Objektart.
Anfahrt
Die Bürgerweide liegt in Borgfelde, unweit des Berliner Tors. Von der U2/U3/U4 und S-Bahn Berliner Tor sind es rund zehn Minuten zu Fuß.
In der Nähe
Diese Orte aus unserer Karte liegen im Umkreis von rund einem Kilometer: das Café Mit Herz & Zucker, die Boulderwelt Hamburg, das Alstercafé und die Curry Lounge; Richtung St. Georg das Café Gnosa.
Besuch planen
Die Angaben stammen von pressglas-pavillon.de und Google, Stand September 2026, ohne Gewähr.
Adresse
Bürgerweide 10a
20535 Hamburg, Borgfelde
U/S Berliner Tor, ca. 10 Minuten zu Fuß.
Besuch
- Privatmuseum, nur nach Voranmeldung
- Anfrage per E-Mail über die Website, Betreff „Pressglas“
- Ankauf und Tausch, kein Verkauf
Keine festen Öffnungszeiten.
Sammlung
- Pressglas Jugendstil und Art déco bis ca. 1950
- Vasen, Schalen, Deckeldosen, Figuren, Lampen
- Hersteller aus Deutschland, Böhmen, Österreich, Westeuropa, USA
- Online-Katalog mit Markentafel
Museum — Einordnung auf welovehamburg.de.