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Planten un Blomen

47 Hektar Park zwischen Messe und Innenstadt. Abends tanzen im Sommer die Fontänen.

Ein Park, der aus einer Platane wurde

Am 6. November 1821 pflanzte jemand an dieser Stelle eine Platane. Der Baum steht bis heute, und aus ihm wurde über zwei Jahrhunderte ein 47 Hektar großer Park mitten in Hamburg. Er reicht vom Dammtor bis zum Messegelände und ist damit größer, als er von außen wirkt.

Den plattdeutschen Namen bekam er 1935 zur Niederdeutschen Gartenschau, gestaltet vom Gartenarchitekten Karl Plomin. Danach fanden hier drei Internationale Gartenbauausstellungen statt, 1953, 1963 und 1973. Seit 1986 heißt die Gesamtanlage so, und seitdem ist der Eintritt frei.

47 haParkfläche
1821erste Platane gepflanzt
300Rosenarten im Rosengarten
4.300 m²Eisbahn im Winter
Teich im Japanischen Garten von Planten un Blomen mit Bäumen und Hochhaus im Hintergrund
Der Teich im japanischen Landschaftsgarten, dahinter beginnt schon wieder die Stadt. Foto: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0

Die Wasserlichtkonzerte

Von Anfang Mai bis Ende September gibt es jeden Abend ein Wasserlichtkonzert am großen Parksee. Fontänen werden zu Musik bewegt und farbig angestrahlt, das Ganze dauert rund eine halbe Stunde.

Es kostet nichts, und es ist voll. Wer einen Platz auf den Stufen am Seeufer will, sollte eine halbe Stunde vorher da sein. Die Anfangszeit verschiebt sich im Lauf der Saison nach hinten, weil es später dunkel wird.

Tagsüber gibt es an derselben Stelle Wasserorgel-Vorführungen ohne Beleuchtung. Die sind deutlich ruhiger und für Kinder oft interessanter, weil man näher heran kann.

Formgeschnittene Kiefer und Ahorn im Japanischen Garten von Planten un Blomen
Die Gehölze werden nach japanischer Schnitttechnik in Form gehalten. Foto: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0

Japanischer Garten, Rosen und Palmen

Der japanische Landschaftsgarten wurde 1988 vom Gartenarchitekten Yoshikuni Araki gestaltet und gilt als der größte seiner Art in Europa. Seit 1990 steht dort ein Teehaus, in dem zu bestimmten Terminen Teezeremonien stattfinden.

Der Rosengarten kam 1993 dazu, rund 5.000 Quadratmeter mit etwa 300 verschiedenen Rosenarten. Die beste Zeit dafür ist Juni und Juli.

Bei schlechtem Wetter lohnen die Tropengewächshäuser. Sie stammen von 1962 und 1963, umfassen fünf Bereiche auf rund 2.800 Quadratmetern und sind ebenfalls kostenlos. Dazu kommt ein Apothekergarten mit Heilpflanzen, durch den von Mai bis September an jedem zweiten Sonntag Führungen gehen.

Pavillon mit Reetdach im Japanischen Garten von Planten un Blomen
Der Garten stammt von Yoshikuni Araki und ist der größte seiner Art in Europa. Foto: Jkg52-wiki, CC BY-SA 4.0

Besuch planen

Der Park ist frei zugänglich und hat mehrere Eingänge, unter anderem am Dammtor, an der Messe und am Millerntor. Ein Rundgang durch die ganze Anlage dauert gut zwei Stunden.

Zugänge

Marseiller Straße, Dammtor
20355 Hamburg

Weitere Eingänge an der Messe, am Millerntor und am Stephansplatz.

Öffnungszeiten

  • Park ganzjährig frei zugänglich
  • Tropengewächshäuser mit eigenen Zeiten
  • Wasserlichtkonzerte Anfang Mai bis Ende September, täglich abends

Die Anfangszeit der Konzerte verschiebt sich mit der Dämmerung.

Eintritt

  • Park kostenlos
  • Wasserlichtkonzerte kostenlos
  • Tropengewächshäuser kostenlos
  • Eisbahn im Winter kostenpflichtig

Seit 1986 ist der Eintritt in den Park frei.

Anfahrt

  • S11, S21 und S31 Dammtor
  • U1 Stephansplatz
  • U2 Messehallen oder Schlump

Vom Dammtor sind es zwei Minuten bis zum nächsten Eingang.

Im Winter wird ein Teil der Anlage zur Eisbahn. Mit über 4.300 Quadratmetern gehört sie zu den größten Freiluft-Kunsteisbahnen der Welt und ist der einzige Teil des Parks, der Eintritt kostet.

Zur Seite der Stadt Hamburg

Zweihundert Jahre nach der ersten Platane ist daraus der grüne Streifen quer durch die Stadt geworden.