Köhlbrandbrücke
3.618 Meter Schrägseilbrücke über den Hafen. In zwanzig Jahren wird es sie nicht mehr geben.
Ein Wahrzeichen auf Abruf
Die Köhlbrandbrücke wurde am 23. September 1974 eröffnet und verbindet die Elbinsel Wilhelmsburg mit der A7. Mit 3.618 Metern Gesamtlänge ist sie nach der Hochstraße Elbmarsch die zweitlängste Brücke Deutschlands.
Die Hauptspannweite misst 325 Meter, die Fahrbahn liegt 53 Meter über dem mittleren Hochwasser. Für Schiffe bleiben 51 Meter Durchfahrtshöhe bei mittlerem Hochwasser.
Zahlen zum Bau
Entworfen haben die Brücke die Ingenieure Paul Boué und Egon Jux. Verbaut wurden 81.000 Kubikmeter Beton und 12.700 Tonnen Stahl, die Bauzeit betrug vier Jahre, die Kosten lagen bei 160 Millionen D-Mark.
Eingeweiht hat sie Bundespräsident Walter Scheel. Anschließend durfte die Öffentlichkeit drei Tage lang zu Fuß darüber, mehr als 600.000 Menschen nutzten das.
Heute fahren rund 37.000 Fahrzeuge täglich darüber. Zwischen 2014 und 2016 wurde für 61 Millionen Euro saniert.
Der geplante Ersatz
Die Brücke ist am Ende ihrer Lebensdauer. Geplant ist ein Ersatzneubau, der höher liegen soll, damit auch große Containerschiffe passieren können. Die Kosten werden auf 4,4 bis 5,3 Milliarden Euro geschätzt.
Die Fertigstellung ist für etwa 2042 angesetzt, der Abriss der alten Brücke bis 2046. Wer sie noch sehen will, hat also Zeit, aber sie ist endlich.
Für Fußgänger ist die Brücke normalerweise gesperrt. Einmal im Jahr wird sie freigegeben: beim Köhlbrandbrückenlauf am 3. Oktober.
Besuch planen
Betreten kann man die Brücke nur beim jährlichen Lauf. Ansehen lässt sie sich von mehreren Punkten im Hafen.
Lage
Über den Köhlbrand im Hamburger Hafen
21129 Hamburg
Verbindet Wilhelmsburg mit der A7.
Zugang
Für Fußgänger gesperrt
Ausnahme: Köhlbrandbrückenlauf am 3. Oktober.
Zukunft
- Ersatzneubau geplant, höher gelegen
- Kosten geschätzt 4,4 bis 5,3 Milliarden Euro
- Fertigstellung um 2042
- Abriss der alten Brücke bis 2046
Stand der Planung, Termine können sich verschieben.
Beste Blicke
- Elbufer bei Övelgönne
- Altonaer Balkon
- Hafenrundfahrt
Vom Auto aus sieht man wenig von der Konstruktion.
Die besten Blicke hat man vom Elbufer bei Övelgönne, vom Altonaer Balkon und von einer Hafenrundfahrt aus. Mit dem Auto fährt man selbst hinüber, sieht dabei aber wenig von der Konstruktion.
Ein Wahrzeichen mit Ablaufdatum. 2046 soll es verschwunden sein.