Ein Park mit päpstlichem Namen
Der Name geht auf Papst Innozenz IV. zurück. Im 13. Jahrhundert bestätigte er dem Kloster Herwardeshude seinen Landbesitz, zu dem ausgedehnte Flächen gehörten, die damals landwirtschaftlich genutzt wurden.
Angelegt wurde der Park erst 1884, und zwar nach englischen Gestaltungsregeln: geschwungene Wege, offene Wiesen, Gehölzgruppen als Kulissen. Er misst rund 4,5 Hektar und liegt im westlichen Teil von Harvestehude.
Warum er englisch aussieht
Als der Park 1884 entstand, war der englische Landschaftsgarten längst Standard. Sein Prinzip: Der Park soll wie eine natürlich gewachsene Landschaft wirken, nicht wie ein gestalteter Garten.
Deshalb gibt es keine geraden Achsen und keine symmetrischen Beete. Stattdessen wechseln offene Wiesen mit Gehölzgruppen, und die Wege führen in Bögen, sodass sich der Blick immer wieder ändert.
Das Verfahren ist bei kleinen Flächen besonders wirkungsvoll: Weil man nie den ganzen Park auf einmal sieht, wirkt er größer, als er ist.
Ein Viertel mit vielen Parks
Harvestehude und das benachbarte Eppendorf gehören zu den grünsten Teilen der inneren Stadt. In Laufweite liegen der Kellinghusenpark und der Eppendorfer Park, etwas weiter der Alsterpark.
Das ist kein Zufall. Die Gegend war im 19. Jahrhundert ein bevorzugtes Wohngebiet wohlhabender Hamburger, entsprechend viele Privatgärten gab es. Viele davon wurden später öffentlich.
Der Innocentiapark ist ein Wohnviertelpark im besten Sinn: Er wird von Anwohnern genutzt, nicht von Touristen, und ist entsprechend ruhig.
Besuch planen
Der Park ist frei zugänglich und rund um die Uhr offen.
Lage
An der Innocentiastraße
20144 Hamburg, Harvestehude
Im westlichen Teil des Stadtteils.
Öffnungszeiten
Rund um die Uhr zugänglich
Ruhiger Wohnviertelpark.
Eintritt
- Kostenlos
Anfahrt
- U1 Hallerstraße, rund fünf Minuten zu Fuß
- U3 Hoheluftbrücke, rund zehn Minuten
Zur Außenalster rund zehn Minuten.
Zur Außenalster sind es zu Fuß rund zehn Minuten. Wer die Alsterrunde geht, kann den Park gut als Abstecher mitnehmen.
Ein Papst aus dem 13. Jahrhundert und ein Park aus dem 19. Ergibt einen Namen, den niemand erwartet.