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Hirschpark

24,5 Hektar am hohen Elbufer. Nur die Hirsche, die dem Park den Namen gaben, sind fort.

Ein Landschaftsgarten mit Elbblick

Der Kaufmann Cesar Godeffroy erwarb die Besitzung im Oktober 1786. Was daraus wurde, ist ein 24,5 Hektar großer Landschaftsgarten, der über Generationen mehrfach umgestaltet wurde.

Die Lage ist der eigentliche Reiz: Der Park liegt am hohen Elbufer, dessen Hang hier rund 120 Meter breit ist und 30 Meter Höhenunterschied bis zum Wasser überwindet. Er steht unter Landschaftsschutz und gehört zum Elbufer-Schutzgebiet.

24,5 haParkfläche
1786Erwerb durch Godeffroy
30 mHöhenunterschied zur Elbe
1860Anlage des Damwildgeheges
Staudenbeete und Rasenfläche im Hirschpark in Hamburg-Nienstedten
Der obere Teil des Parks ist gärtnerisch gestaltet. Foto: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0

Die Hirsche sind ausgezogen

Der Name führt inzwischen in die Irre. Das Damwildgehege wurde 1860 vom jüngeren Cesar Godeffroy angelegt und bestand mehr als 160 Jahre auf rund 2,8 Hektar Weide und Waldfläche.

Ende Februar 2026 wurden die letzten drei Tiere in das Wildgehege Klövensteen gebracht. Das Bezirksamt begründete die Schließung damit, dass eine artgerechte Haltung nicht mehr gewährleistet sei: Der Park ist stark besucht, auch abends und nachts, dazu kam es wiederholt zu Zwischenfällen mit freilaufenden Hunden. Rückzugsräume fehlten.

Zuvor war 2023 und 2024 aufwendig saniert worden. Bürgervereine aus Nienstedten und Blankenese sowie die Freunde des Hirschparks haben eine Eingabe eingereicht und fordern die Rückkehr der Tiere. Wer wegen der Hirsche herkommt, sollte sich vorher erkundigen.

Weite Rasenfläche mit altem Baumbestand im Hirschpark
Nach unten hin geht der Park in offene Wiesen über. Foto: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0

Das Hirschparkhaus und die Lindenallee

Im Park steht ein reetgedecktes Haus aus der Zeit um 1800, das Hirschparkhaus, früher Kavaliershaus genannt. Von 1950 bis zu seinem Tod 1959 wohnte dort der Schriftsteller Hans Henny Jahnn.

Vom Haus führt eine vierreihige Lindenallee durch den Park. Sie ist das auffälligste gestalterische Element und gibt dem oberen Teil seine Struktur.

Weiter unten löst sich die Ordnung auf, der Hang zur Elbe hin ist waldartig bewachsen. Von den Wegen dort hat man an mehreren Stellen freien Blick auf den Strom.

Baumbestand und Wege im Hirschpark am Elbhang
Vom oberen Parkteil führen Wege den Elbhang hinunter. Foto: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0

Besuch planen

Der Park ist frei zugänglich und rund um die Uhr offen. Hunde müssen an der Leine geführt werden.

Adresse

Elbchaussee 499
22587 Hamburg, Nienstedten

Zugänge von der Elbchaussee und vom Elbuferweg aus.

Öffnungszeiten

Rund um die Uhr zugänglich

Der Elbhang ist nachts unbeleuchtet.

Damwild

Das Gehege ist seit Februar 2026 geschlossen

Die Tiere leben jetzt im Wildgehege Klövensteen. Über eine Rückkehr wird noch entschieden.

Anfahrt

  • Buslinie 36 bis Hirschpark
  • S1 Klein Flottbek, dann rund zwanzig Minuten zu Fuß
  • Fähre 62 bis Teufelsbrück, dann am Elbufer entlang

Parkplätze an der Elbchaussee sind rar.

Vom unteren Parkausgang sind es wenige Minuten bis zum Elbuferweg. Wer weitergeht, kommt in östlicher Richtung nach Teufelsbrück und in westlicher nach Blankenese.

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Der Name blieb, die Hirsche gingen. Der Blick auf die Elbe ist geblieben.