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Hesse-Park

Ein Landschaftspark aus dem 18. Jahrhundert, der einmal einer Flachsspinnerei gehörte.

Erst Fabrik, dann Park

Der Hamburger Kaufmann Rütger Heinrich Klünder kaufte 1799 ein baumloses Grundstück in Blankenese und ließ darauf einen englischen Landschaftspark anlegen. Um 1800 entstand das Hessehaus, dessen Architekt nicht überliefert ist.

Was heute wie reine Erholung aussieht, war damals auch Wirtschaftsstandort: Eine Mühle, eine Flachsspinnerei und eine Leinenweberei auf dem Gelände gaben vielen Blankenesern Arbeit.

1799Erwerb durch Klünder
1800Bau des Hessehauses
1876Erwerb durch Hesse
1926Verkauf an die Gemeinde
Große Rasenfläche im Hessepark mit Blutbuche und dem weißen Hessehaus im Hintergrund
Die offene Wiese mit Blutbuche, rechts das Hessehaus. Foto: J.-H. Janßen, CC BY-SA 4.0

Geteilt und wieder zusammengeführt

Nach dem Tod der Klünders wurde der Besitz 1856 in eine östliche und eine westliche Hälfte geteilt und verkauft. Den östlichen Teil erwarb Carl Hermann Merck, Bruder von Ernst Merck, den westlichen Christian Wilmans.

Seinen heutigen Namen trägt der Park nach dem letzten privaten Eigentümer: Georg Heinrich Hesse, einer der Gründer der Commerzbank, kaufte ihn 1876.

1926 ging der Park an die Gemeinde Blankenese über, die damals noch nicht zu Hamburg gehörte. Seitdem ist er öffentlich.

Alter Baumbestand im Hessepark in Blankenese
Der alte Baumbestand prägt das Bild des Parks. Foto: J.-H. Janßen, CC0

Was den Park heute ausmacht

Der Hessepark steht heute als Gartendenkmal unter dem Hamburgischen Denkmalschutzgesetz. Geschützt ist damit nicht nur einzelnes Grün, sondern die Anlage als Ganzes.

Prägend sind der alte Baumbestand, die geschwungenen Wege und die offenen Wiesen dazwischen. Das ist die klassische Dreiheit des englischen Landschaftsgartens, und sie ist hier gut erhalten.

Von den früheren Gewerbebauten ist nichts mehr zu sehen. Wer heute durch den Park geht, ahnt nicht, dass hier einmal Flachs gesponnen und Leinen gewebt wurde.

Geschwungener Weg durch den Hessepark in Blankenese
Geschwungene Wege gehören zum englischen Landschaftsgarten. Foto: J.-H. Janßen, CC0

Besuch planen

Der Park ist frei zugänglich und rund um die Uhr offen. Er ist deutlich kleiner als die großen Anlagen der Stadt und in einer halben Stunde durchlaufen.

Adresse

Oesterleystraße, Am Kiekeberg
22587 Hamburg, Blankenese

Im oberen Blankenese, oberhalb des Treppenviertels.

Öffnungszeiten

Rund um die Uhr zugänglich

Der Park ist nachts nicht beleuchtet.

Eintritt

  • Kostenlos

Das Hessehaus ist nicht öffentlich zugänglich.

Anfahrt

  • S1 Blankenese, dann Buslinie 48 oder 49
  • Zu Fuß vom Bahnhof rund fünfzehn Minuten bergauf

Das Gelände ist hügelig.

Der Hessepark liegt im oberen Blankenese, oberhalb des Treppenviertels. Wer von hier zur Elbe hinunterläuft, sollte auf Stufen eingestellt sein.

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Wo einmal Flachs gesponnen wurde, stehen heute alte Buchen.