Entdecken

Hamburger Stadtpark

148 Hektar Wiese, Wald und Wasser. Gebaut nicht zum Anschauen, sondern zum Benutzen.

Ein Park zum Betreten, nicht zum Bestaunen

Als der Stadtpark 1914 eröffnete, war das ein Bruch mit der Tradition. Bis dahin waren Parks Gärten zum Spazieren, mit Rasen, den man nicht betreten durfte. Hier war es umgekehrt gedacht: Der Kunsthistoriker Alfred Lichtwark hatte 1908 ein Gelände gefordert, auf dem gespielt, gesportet und gelagert wird.

Umgesetzt haben es Fritz Schumacher und Ferdinand Sperber, ab 1918 führte der erste Gartendirektor Otto Linne die Arbeiten weiter. Herausgekommen sind 148 Hektar, die bis heute genau so genutzt werden, wie sie gemeint waren.

148 haGesamtfläche
1914Eröffnung
15 haFestwiese
1930Planetarium im Wasserturm
Festwiese im Hamburger Stadtpark mit Stadtparksee, Ruderbooten und dem Planetarium im Hintergrund
Die Sichtachse vom See über die Festwiese zum Planetarium ist die Hauptidee der Anlage. Foto: Ajepbah, CC BY-SA 3.0 DE

Der Wasserturm, der zum Planetarium wurde

Das auffälligste Gebäude im Park war ursprünglich reine Technik. Der Wasserturm entstand zwischen 1912 und 1915 nach einem Entwurf von Oskar Menzel, die Bauaufsicht hatte Fritz Schumacher. Er versorgte den Norden der Stadt mit Wasser.

1930 wurde daraus ein Planetarium. Der Turm steht auf der Sichtachse, die vom Stadtparksee quer über die Festwiese führt. Wer auf der Wiese liegt und nach Norden schaut, hat ihn genau im Blick.

Das Planetarium arbeitet bis heute und hat eigene Öffnungszeiten und Eintrittspreise. Der Park drumherum kostet nichts.

Planetarium Hamburg im ehemaligen Wasserturm des Stadtparks
Der Wasserturm von 1915 dient seit 1930 als Planetarium. Foto: hoch2wo, CC BY-SA 4.0

Festwiese, See und Freibad

Die Festwiese misst allein 15 Hektar. Schumacher nannte sie ein Freiluft-Volkshaus. Bei Konzerten fasst sie Zehntausende: David Bowie spielte hier 1987, Pink Floyd 1989, die Rolling Stones 2017.

Der Stadtparksee ist mit dem Goldbekkanal verbunden. In der Mitte liegt die Liebesinsel, erreichbar über eine Backsteinbrücke von 1914. Im Sommer gibt es Ruderboote zu mieten.

Am See liegt das Freibad. Zum Gelände gehört außerdem ein Planschbecken von rund 3.000 Quadratmetern, das nur 30 bis 40 Zentimeter tief ist und deshalb für kleine Kinder gedacht ist.

Backsteinbrücke zur Liebesinsel im Stadtparksee im Winter
Die Brücke zur Liebesinsel stammt wie der Park selbst von Fritz Schumacher. Foto: NordNordWest, CC BY-SA 3.0 DE

Besuch planen

Der Park ist rund um die Uhr frei zugänglich. Nur Freibad und Planetarium haben eigene Zeiten und kosten Eintritt.

Lage

Zwischen Winterhude und Barmbek
22303 Hamburg

Mehrere Zugänge, unter anderem am Planetarium und am Stadtparksee.

Öffnungszeiten

  • Park rund um die Uhr zugänglich
  • Planetarium mit eigenen Zeiten
  • Freibad in der Sommersaison

Bootsverleih am See nur im Sommerhalbjahr.

Eintritt

  • Park kostenlos
  • Planetarium kostenpflichtig
  • Freibad kostenpflichtig

Für Konzerte auf der Festwiese gelten eigene Tickets.

Anfahrt

  • U3 Borgweg, direkt am Planetarium
  • U3 Saarlandstraße für den östlichen Teil
  • S1 Alte Wöhr für den Nordosten

Von der Innenstadt sind es mit der U3 rund fünfzehn Minuten.

An warmen Wochenenden ist die Festwiese gut gefüllt und es wird gegrillt. Wer Ruhe sucht, geht in den nördlichen Teil hinter dem Planetarium, dort ist der Park waldartiger.

Zur Seite der Stadt Hamburg

Gebaut für die Leute, die darin liegen wollen. Das hat sich in hundert Jahren nicht geändert.