Eichtalpark
7,5 Hektar entlang der Wandse, entstanden aus einer Gerberei und einer Eichenplantage.
Aus einer Lohgerberei wurde ein Park
Der Lederfabrikant Lucas Lütkens betrieb hier von 1835 bis 1872 eine Gerberei. Seine Söhne legten eine Eichenplantage an, weil Eichenrinde zum Gerben gebraucht wurde. Daher der Name.
Sein Enkel Caspar Oskar Lütkens machte daraus einen Erholungspark. 1926 kaufte Wandsbek das Gelände, der Landschaftsarchitekt Hermann Koenig gestaltete es als öffentlichen Wandsbeker Stadtpark um. Heute sind es rund 7,5 Hektar entlang der Wandse.
Ein Torhaus mit Sphingen
Der auffälligste Bau ist das Torhaus von 1927. An ihm stehen ägyptische Sphingen, die ursprünglich für ein Hamburger Palais geschaffen wurden und später hierher kamen.
Seit 2005 steht das Torhaus unter Denkmalschutz. Es markiert einen der Zugänge und ist das erste, was viele Besucher vom Park sehen.
Im Park steht außerdem die Kreuzkirche. Die Kombination aus Kirche, Torhaus und Fabrikvergangenheit macht den Eichtalpark zu einem der ungewöhnlicheren Grünzüge der Stadt.
Wassermühle und Sondergarten
An der Wandse stand eine Wassermühle, erstmals 1572 erwähnt. Das heutige Gebäude stammt von 1888 und wurde 1928 zu einem Restaurant umgebaut. Am 27. Dezember 2024 schloss es für eine Sanierung.
Direkt an den Park grenzt der Botanische Sondergarten Wandsbek, eine eigene Anlage mit Schaubeeten und Gewächshäusern.
Dazu kommt der Sportpark Hinschenfelde mit Fußballstadion und einer Tennisanlage des TSV Wandsetal. Der Grünzug ist damit deutlich größer, als der Park allein vermuten lässt.
Besuch planen
Der Park ist frei zugänglich und rund um die Uhr offen. Er erstreckt sich zwischen Kedenburgstraße und Bei der Hopfenkarre.
Lage
Zwischen Kedenburgstraße und Bei der Hopfenkarre
22041 Hamburg, Wandsbek
Entlang der Wandse.
Öffnungszeiten
Rund um die Uhr zugänglich
Das Restaurant im Mühlengebäude ist wegen Sanierung geschlossen.
Eintritt
- Kostenlos
Der Botanische Sondergarten nebenan ebenfalls.
Anfahrt
- U1 Wandsbek Markt, dann Bus
- Buslinien 9 und 27
Von der Innenstadt rund zwanzig Minuten.
Wer mehr Zeit hat, kann der Wandse folgen. Der Bachlauf zieht sich als Grünzug weiter durch Wandsbek.
Erst wurde hier Leder gegerbt, dann spazieren gegangen.