Duvenstedter Brook
785 Hektar Moor und Wald im Norden, mit Kranichen, Seeadlern und Rotwild.
Hamburgs wildester Winkel
Der Duvenstedter Brook liegt im Nordosten Hamburgs, im Stadtteil Wohldorf-Ohlstedt, benannt ist er nach dem benachbarten Duvenstedt. Mit 785 Hektar ist er eines der größten Naturschutzgebiete der Stadt.
Geschützt ist das Moorgelände seit 1958, der zentrale Teil bereits seit 1939. Heute ist der Brook zugleich FFH-Gebiet und EU-Vogelschutzgebiet.
Die stärksten Rothirsche Deutschlands
Der Brook ist bekannt für seinen Rotwildbestand, dem der Ruf vorauseilt, die stärksten Rothirsche Deutschlands zu stellen. Entstanden ist er, nachdem ein während der NS-Zeit angelegtes Gatter nach dem Krieg abgebaut wurde.
Rund 100 Vogelarten leben im Gebiet. Kraniche brüten hier seit 1980, dazu kommen Seeadler und Schwarzstörche als Durchzügler.
An Pflanzen sind über 600 Arten nachgewiesen, darunter geschützte Orchideen und Sonnentau. Auch Moorfrösche und Dachse gehören zum Bestand.
Ein Moor aus der Eiszeit
Die Landschaft entstand während der Weichsel-Eiszeit aus Ablagerungen eines Gletschersees. Später bildete sich über die Ammersbek eine Entwässerung, wodurch das heutige Moorgelände entstand.
Das erklärt die ungewöhnliche Mischung: nasse Moorflächen, Birkenbruch, Wald und offene Weiden dicht nebeneinander. Diese Vielfalt auf engem Raum ist der Grund für den Artenreichtum.
Weil das Gebiet empfindlich ist, gilt eine klare Regel: auf den Wegen bleiben. Wer querfeldein läuft, stört genau die Arten, wegen derer das Gebiet geschützt ist.
Besuch planen
Das Gebiet ist über ausgewiesene Wege frei zugänglich und kostet nichts. Hunde müssen an der Leine bleiben.
Lage
Wohldorf-Ohlstedt, Nordosten Hamburgs
22397 Hamburg
Benannt nach dem benachbarten Duvenstedt.
Öffnungszeiten
Über die ausgewiesenen Wege zugänglich
Wege nicht verlassen, das Gebiet ist empfindlich.
Eintritt
- Kostenlos
Hunde an der Leine, Radfahren nur auf erlaubten Wegen.
Beste Zeit
- Dämmerung für Wildbeobachtung
- September und Oktober zur Brunft
- Frühjahr für Vogelstimmen
Fernglas mitnehmen lohnt sich.
Die beste Zeit für Wildbeobachtung ist die Dämmerung, morgens oder abends. Im September und Oktober ist Brunftzeit, dann sind die Hirsche zu hören.
Moor, Kraniche und die stärksten Hirsche des Landes, alles innerhalb der Stadtgrenze.