Ein Backsteinbau mit Filmkarriere
Die Davidwache ist Dienststelle und Gebäude des Polizeikommissariats 15 in St. Pauli, gelegen an der Reeperbahn am Spielbudenplatz. Gebaut wurde sie 1913 und 1914 nach Plänen von Fritz Schumacher, eröffnet am 10. Dezember 1914.
Der Bildhauer Richard Kuöhl schuf den keramischen Fassadenschmuck. Beides zusammen macht das Gebäude zu einem der bekanntesten Backsteinbauten Hamburgs, obwohl es nur eine Polizeiwache ist.
Das kleinste Revier mit der größten Bekanntheit
Das Revier umfasst nur 0,92 Quadratkilometer mit rund 14.000 Einwohnern. Klein, aber intensiv: Die Nähe zum Vergnügungsviertel prägt die Arbeit.
Der Name war lange nur volkstümlich. Erst am 9. Oktober 1970 bekam die Wache offiziell das Recht, sich Davidwache zu nennen.
2004 und 2005 wurde nach hinten angebaut, um die Kriminalpolizei unterzubringen. Der historische Bau an der Straßenseite blieb dabei unverändert.
Warum jeder sie kennt
Die Bekanntheit kommt aus Film und Fernsehen. 1964 drehte Jürgen Roland Polizeirevier Davidswache, 1971 folgte Wolfgang Staudtes Fluchtweg St. Pauli.
Die ARD-Serie Großstadtrevier und das ZDF-Format Notruf Hafenkante nahmen die Wache als Vorbild. Dadurch ist sie vielen Menschen ein Begriff, die nie in Hamburg waren.
Für Besucher gilt: Es ist eine funktionierende Polizeiwache, kein Museum. Fotografieren von außen ist üblich, hineingehen sollte man nur mit Anliegen.
Besuch planen
Das Gebäude lässt sich nur von außen ansehen. Es steht mitten auf der Reeperbahn und ist kaum zu verfehlen.
Adresse
Spielbudenplatz 31
20359 Hamburg, St. Pauli
An der Reeperbahn, gegenüber dem Spielbudenplatz.
Besichtigung
Nur von außen
Es ist eine aktive Polizeiwache, kein Museum.
Eintritt
- Entfällt
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.
Anfahrt
- U3 St. Pauli, rund zwei Minuten zu Fuß
- S1 und S3 Reeperbahn, rund fünf Minuten
Mitten auf der Reeperbahn.
Gegenüber liegt der Spielbudenplatz, östlich beginnt die Reeperbahn mit ihren Theatern. Die Große Freiheit ist wenige Minuten entfernt.
Eine Polizeiwache, die durch das Fernsehen bekannter wurde als mancher Palast.