Entdecken

Danmark-Snack Hamburg

Dänische Hotdogs auf der Reeperbahn, seit 1967.

Zwölf Quadratmeter Kiezgeschichte

Der Danmark-Snack steht an der Reeperbahn 122, an der Ecke zur Talstraße neben dem Molotow. Der Stand misst zwölf Quadratmeter, erkennbar an einem großen Herz mit dänischer Flagge, das aus der Fassade ragt.

Eröffnet wurde er am 27. März 1967 von Ernst Riebenstein. 1980 übernahm der Rallyefahrer Jürgen Klaenhardt den Laden, seither trägt er den heutigen Namen.

1967seit diesem Jahr an der Reeperbahn
12 m²Größe des Standes
7Öffnungstage pro Woche
161 mzur S-Bahn Reeperbahn
Hotdog im weichen Brötchen mit Röstzwiebeln und Ketchup, daneben eine Tüte Pommes
Der dänische Hotdog kommt mit weichem Brötchen, Ketchup und gerösteten Zwiebeln. Symbolbild, nicht aus diesem Haus. Foto: Andy Li, CC0

Was auf den Hotdog kommt

Gearbeitet wird nach dänischem Originalrezept. Auf das weiche Brötchen kommen Pølser, dazu Ketchup, Senf, Remoulade, rohe und geröstete Zwiebeln sowie eingelegte Gurken.

Røstet Pølser heißt schlicht geröstete Wurst. In Dänemark wird die Wurst gern auf dem Grill gebräunt und mit dem Brötchen daneben serviert, nicht darin.

Das Rezept ist über hundert Jahre alt. Der Däne Charls Svensen Stevens begann 1921, Hotdogs auf den Straßen Kopenhagens zu verkaufen.

Gebratene rote Wurst neben einem Brötchen, Ketchup und Senf auf einem Pappteller
Røstet Pølser heißt geröstete Wurst. In Dänemark kommt sie oft mit dem Brötchen daneben statt darin. Symbolbild, nicht aus diesem Haus. Foto: cyclonebill, CC BY-SA 2.0

Vier Jahrzehnte am selben Fenster

Von 1986 an stand Miroslaw Grudzinski am Stand, von allen Mirek genannt. Er fing als Angestellter an und übernahm später von Klaenhardt. Fast vier Jahrzehnte verkaufte er hier Hotdogs, erkennbar an seiner leuchtend roten Jacke.

Mirek starb Ende Mai 2025 im Alter von 68 Jahren. Berichten zufolge führt seine Frau Ewa den Stand weiter, die zuvor mit den beiden Töchtern dort gearbeitet hatte.

Der Stand gilt als Institution des Viertels. Prominente wie Jan Fedder und Otto Waalkes sollen hier gegessen haben.

Hotdog im Brötchen mit Senf und klein geschnittenen eingelegten Gurken
Zu den Zutaten gehören Senf, Remoulade und eingelegte Gurken. Symbolbild, nicht aus diesem Haus. Foto: stu_spivack, CC BY-SA 2.0

Warum dänisch auf St. Pauli

Stadtführer erklären den Stand gern als Rest einer alten Verbindung: Teile des heutigen Hamburger Umlands gehörten historisch zu Dänemark, Altona etwa war lange dänisch.

Die Lage passt zum Geschäft. Der Stand öffnet erst am späten Nachmittag und hat freitags und samstags bis in den frühen Morgen auf, wenn der Kiez leer wird.

Zur S-Bahn Reeperbahn sind es rund 161 Meter, zur U-Bahn St. Pauli etwa 684 Meter.

Besuch planen

Geöffnet ist an sieben Tagen, allerdings erst nachmittags oder abends. Freitags und samstags geht es bis in den frühen Morgen, an den anderen Tagen bis ein oder zwei Uhr nachts.

Die genauen Zeiten weichen zwischen den Verzeichnissen ab. Wer sicher gehen will, ruft vorher an.

Adresse

Reeperbahn 122
Ecke Talstraße
20359 Hamburg, St. Pauli

Neben dem Molotow, rund 161 Meter zur S-Bahn Reeperbahn.

Öffnungszeiten

  • Montag bis Donnerstag ab 17 Uhr bis nachts
  • Freitag und Samstag bis in den frühen Morgen
  • Sonntag ab 16 Uhr
  • Kein Ruhetag

Die Angaben in den Verzeichnissen gehen auseinander.

Angebot

  • Dänische Hotdogs nach Originalrezept
  • Røstet Pølser, also geröstete Wurst
  • Ketchup, Senf und Remoulade
  • Rohe und geröstete Zwiebeln, eingelegte Gurken

Weiches Brötchen statt harter Kruste.

Geschichte

  • Eröffnet am 27. März 1967 von Ernst Riebenstein
  • 1980 übernommen von Jürgen Klaenhardt
  • Ab 1986 am Stand: Miroslaw Grudzinski
  • Erkennungszeichen: Herz mit dänischer Flagge

Zwölf Quadratmeter Verkaufsfläche.

Erreichbar ist der Stand unter 04102 52404 und über info@danmark-snack.de.

Dänische Hotdogs auf der Reeperbahn, seit 1967.