Boberger Dünen
Rund 350 Hektar mit Hamburgs letzter Wanderdüne, einem Rest aus der Eiszeit.
Sand mitten in der Stadt
Die Boberger Niederung umfasst rund 350 Hektar und vereint Geesthang, Moor, große Dünen, Heide und Marsch auf einer Fläche. Diese Mischung macht sie zu einem der artenreichsten Gebiete Hamburgs.
Das Auffälligste sind die Wanderdünen, die letzten ihrer Art in Hamburg. Sie sind Überbleibsel der Eiszeit und beherbergen Tierarten, die anderswo in der Stadt nicht vorkommen.
Eine Düne, die wandert
Wanderdünen entstehen, wo Sand offen liegt und der Wind ihn verschieben kann. Sobald Pflanzen den Sand festhalten, hört die Bewegung auf. In Hamburg ist die Boberger Düne die letzte, die noch in Bewegung ist.
Damit das so bleibt, wird die Fläche gepflegt: Aufwachsende Gehölze werden entfernt, damit der Sand offen bleibt. Ohne diesen Eingriff würde die Düne innerhalb weniger Jahrzehnte zuwachsen.
Der Sand stammt aus der Eiszeit. Nach dem Rückzug der Gletscher blieben Sandflächen zurück, die der Wind zu Dünen auftürmte.
Fünf Landschaften auf einmal
Neben den Dünen gehören Geesthang, Moor, Heide und Marsch zum Gebiet. Dass diese Lebensräume so dicht beieinander liegen, ist der Grund für den Artenreichtum.
Für Besucher heißt das: Auf einer Runde durchquert man mehrere völlig verschiedene Landschaften. Von der offenen Sandfläche zum feuchten Moor sind es teilweise nur wenige hundert Meter.
Wie in allen Naturschutzgebieten gilt auch hier: auf den Wegen bleiben. Gerade die Dünen sind empfindlich, weil Tritte die Vegetation zerstören, die den Sand hält.
Besuch planen
Das Gebiet ist über ausgewiesene Wege frei zugänglich. Ein Naturschutz-Informationshaus am Rand gibt Auskunft über Führungen.
Lage
Zwischen Billwerder und Lohbrügge
21033 Hamburg
Zugänge unter anderem an der Boberger Furt.
Öffnungszeiten
Über die Wege frei zugänglich
Wege nicht verlassen, die Dünen sind empfindlich.
Eintritt
- Kostenlos
Hunde an der Leine.
Anfahrt
- S2 und S21 Nettelnburg, dann rund zwanzig Minuten zu Fuß
- Buslinie 130
Von der Innenstadt rund dreißig Minuten.
Auf der Düne ist im Sommer oft Betrieb: Der Hang wird zum Gleitschirmfliegen und Sandboarden genutzt, was in den dafür freigegebenen Bereichen erlaubt ist.
Eiszeitsand, der sich bis heute bewegt. Mitten in Hamburg.