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Altonaer Fischmarkt

Sonntags ab fünf Uhr morgens. Seit über dreihundert Jahren.

Ein Markt, der aus einem Streit entstand

Der Altonaer Fischmarkt geht auf die Rivalität zwischen Altona und Hamburg zurück. Altona erhielt 1664 die Stadtrechte, und seit 1703 durfte dort auch sonntags vor dem Kirchgang gehandelt werden.

Genau daher kommen die frühen Zeiten: Der Markt musste beendet sein, bevor der Gottesdienst begann. Um 9:30 Uhr ist bis heute Schluss.

1703Sonntagshandel erlaubt
5 UhrBeginn im Sommer
9:30 UhrEnde, das ganze Jahr
70.000Besucher an Sommersonntagen
Altonaer Fischmarkt am Elbufer mit Marktständen und der Fischauktionshalle im Hintergrund
Der Markt zieht sich am Elbufer entlang, dahinter steht die Fischauktionshalle von 1896. Foto: Frank Schwichtenberg, CC BY-SA 3.0

Die Zeiten und warum sie so früh sind

Von April bis Oktober beginnt der Markt um 5 Uhr, von November bis März um 7 Uhr. Das Ende liegt immer bei 9:30 Uhr.

Der frühe Beginn ist kein Marketing, sondern historisch: Der Handel musste vor dem Kirchgang abgeschlossen sein. Diese Regel von 1703 bestimmt die Öffnungszeiten bis heute.

Wer um 9 Uhr kommt, erlebt den Ausverkauf. Dann werfen die Marktschreier ganze Kisten zusammen, um nichts mitnehmen zu müssen. Wer die Auswahl will, kommt früher.

Menschenmenge zwischen den Marktständen auf dem Altonaer Fischmarkt
An Sommersonntagen kommen rund 70.000 Menschen. Foto: Frank Schwichtenberg, CC BY-SA 3.0

Mehr als Fisch

Der Name führt in die Irre. Neben Fisch gibt es Obst und Gemüse, Pflanzen, lebende Tiere, Textilien und Souvenirs.

Die Marktschreier gehören zum festen Bestand. Ihre Auftritte sind Theater: Sie packen Körbe voll, rufen Preise aus und verhandeln lautstark mit dem Publikum.

An Sommersonntagen kommen rund 70.000 Menschen, im Winter zwischen 5.000 und 10.000. Der Unterschied ist deutlich spürbar.

Marktstände mit Kleidung und Pflanzen auf dem Fischmarkt bei Regenwetter
Verkauft werden auch Obst, Pflanzen, Textilien und Souvenirs. Der Markt findet bei jedem Wetter statt. Foto: Christoph Scholz, CC BY-SA 4.0

Besuch planen

Der Besuch kostet nichts. In der Fischauktionshalle nebenan spielen sonntagmorgens Bands, auch das ist frei zugänglich.

Lage

Große Elbstraße
22767 Hamburg, Altona-Altstadt

Direkt am Elbufer, neben der Fischauktionshalle.

Öffnungszeiten

  • April bis Oktober: 5 bis 9:30 Uhr
  • November bis März: 7 bis 9:30 Uhr
  • Nur sonntags

Das Ende um 9:30 Uhr gilt das ganze Jahr.

Eintritt

  • Kostenlos
  • Livemusik in der Fischauktionshalle ebenfalls frei

Bezahlt wird nur, was man kauft.

Anfahrt

  • S1 und S3 Reeperbahn, rund zehn Minuten
  • Buslinie 111 bis Fischmarkt
  • Fähre 62 bis Fischmarkt

Sonntagmorgens fahren zusätzliche Busse.

2020 wurde der Markt zum ersten Mal in seiner über 300-jährigen Geschichte abgesagt, wegen der Pandemie. Er blieb bis April 2022 geschlossen und läuft seither wieder regulär.

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Seit 1703 muss um halb zehn Schluss sein, weil dann die Kirche anfing.