Alstertal-Museum
Im Torhaus des Gutes Wellingsbüttel von 1757 zeigt der Alsterverein seit 1957 die Geschichte des Alstertals — von Steinzeitfunden und Hügelgräbern über Alsterschiffer und Kleinbahn bis zum bäuerlichen Alltag. Wegen der Sanierung des Torhauses ist das Museum seit Frühjahr 2025 geschlossen; die Wiedereröffnung ist für Ende 2026 geplant.
Derzeit geschlossen: Sanierung des Torhauses
Hinweis: Das Alstertal-Museum und die Bibliothek des Alstervereins sind wegen der Sanierung des Torhauses bis auf Weiteres geschlossen. Die Stadt lässt das denkmalgeschützte Fachwerkgebäude seit dem Frühjahr 2025 durch die Sprinkenhof GmbH für rund 6,7 Millionen Euro instand setzen — Dach, Fachwerkwände, Fenster und Türen, Innenräume, Außenanlagen und Haustechnik; nach den Planungen soll das Torhaus Ende 2026 wieder öffnen. Das Gelände mit Torhaus, Herrenhaus und Alsterwanderweg bleibt frei zugänglich.
Das Torhaus wurde 1757 als Zufahrt zum Gut Wellingsbüttel errichtet, eine langgestreckte Fachwerkanlage mit Uhrturm über der Durchfahrt; 1938 kaufte die Stadt das Gut, und nach der Restaurierung des Gebäudes eröffnete der Alsterverein im Herbst 1957 hier sein Museum — ein Wunsch, den Vereinsgründer Ludwig Frahm schon Jahrzehnte zuvor gehegt hatte. 1970 zog die Sammlung in den besser geeigneten rechten Flügel. Der Alsterverein, seit über hundert Jahren um das Alstertal bemüht, hat seit seiner Gründung vorgeschichtliche, volkskundliche und historische Objekte gesammelt; das Museum für Hamburgische Geschichte half beim Aufbau, der Archäologe Alfred Rust, Entdecker der steinzeitlichen Rentierjäger im Ahrensburger Tunneltal, gab fachlichen Rat, und die Landesarchäologie richtete einen Raum mit vorgeschichtlichen Fundstücken ein.
Zu sehen war zuletzt die Geschichte von Wellingsbüttel, Hummelsbüttel und Poppenbüttel in alten Abbildungen, Zeichnungen, Fotografien und Karten, dazu bäuerliche Gerätschaften und Kleidung, ein Raum zur jahrhundertealten Lastschifffahrt auf der Oberalster, ein weiterer zur ehemaligen Kleinbahn zwischen Wohldorf und Alt-Rahlstedt, und unter den vorgeschichtlichen Funden die Schnittmodelle zweier großer Hügelgräber. Die ehrenamtliche Museumsleitung erweitert Sammlung und Bibliothek laufend; die Jahrbücher des Vereins dokumentieren die Heimatforschung mehrerer Generationen.
Gut zu wissen
Vor der Schließung war das Museum samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet, der Eintritt frei; Gruppenführungen kosteten 40 Euro. Diese Angaben gelten erst wieder nach der Wiedereröffnung — aktuelle Hinweise gibt der Alsterverein auf seiner Website. Bis dahin lohnt der Ort trotzdem: Torhaus und Herrenhaus Wellingsbüttel bilden eines der schönsten Gutsensembles Hamburgs, und der Alsterwanderweg führt direkt vorbei.
Anfahrt
Von der S1-Station Wellingsbüttel sind es rund zehn Minuten zu Fuß Richtung Alsterwanderweg und Herrenhaus. Wer den Alsterwanderweg entlangläuft oder -radelt, kommt von Poppenbüttel oder Ohlsdorf direkt am Torhaus vorbei.
In der Nähe
Aus unserer Karte liegt im Umkreis das BLOCK HOUSE Alstertal am Alstertal-Einkaufszentrum in Poppenbüttel; dem Alsterwanderweg flussabwärts folgend erreicht man nach rund drei Kilometern den Ohlsdorfer Friedhof.
Besuch planen
Die Angaben stammen von alsterverein.de und hamburg.de, Stand September 2026, ohne Gewähr.
Adresse
Torhaus Wellingsbüttel, Wellingsbüttler Weg 75a
22391 Hamburg, Wellingsbüttel
S1 Wellingsbüttel, ca. 10 Minuten zu Fuß.
Öffnungszeiten
- Wegen Sanierung des Torhauses geschlossen
- Wiedereröffnung geplant für Ende 2026
- Zuletzt: Sa und So 15:00 bis 17:00 Uhr
Gelände und Alsterwanderweg frei zugänglich.
Eintritt
- Eintritt frei
- Gruppenführungen 40 € (nach Voranmeldung)
Ehrenamtlich betrieben vom Alsterverein e.V.