Journal 03

DSGPT: Die eigene KI-Plattform, DSGVO-konform

Wie Unternehmen Künstliche Intelligenz nutzen, ohne ihre Daten aus der Hand zu geben.

KI, die Ihr Haus niemals verlässt

Der Vorgang wiederholt sich täglich tausendfach. Eine Mitarbeiterin kopiert einen Vertragsentwurf in ein öffentliches KI-Werkzeug und lässt ihn zusammenfassen. Praktisch ist das. In vielen Branchen ist es allerdings nicht zulässig. Was einmal auf fremden Servern liegt, holt niemand zurück.

Hier setzt DSGPT an. Hinter dem Namen steht die Hamburger ADence GmbH. Das Angebot: eine eigene KI-Plattform für das Unternehmen, gehostet in Deutschland, nach wenigen Tagen einsatzbereit. Die Daten bleiben im Haus.

DSGPT Open-Source KI-Plattform, DSGVO-konform aus Hamburg
DSGPT bringt Unternehmen eine eigene KI-Plattform, die in Deutschland gehostet wird.
3Plattformen zur Wahl
~2 €pro Nutzer und Monat
35 €Hosting ab, monatlich
< 3Monate bis zur Amortisation

Drei Wege, ein Ziel

Statt einer Einheitslösung stehen drei erprobte Open-Source-Plattformen zur Auswahl, die jeweils einen anderen Schwerpunkt setzen.

Open WebUI ist die konsequenteste Variante: Sie arbeitet mit lokalen Modellen wie Llama 3 oder Mistral und ist zu hundert Prozent offline-fähig. Es gibt keinen externen Anbieter, die Daten verlassen die eigene Hardware nicht. Für regulierte Branchen ist das oft die einzig gangbare Option.

LibreChat ist der flexible Allrounder für Teams. Die Plattform vereint GPT, Claude und weitere Modelle unter einer Oberfläche und bringt Rollenverwaltung und Rechteverwaltung für einzelne Abteilungen mit. Sie läuft vollständig auf der eigenen Infrastruktur und wird von einer großen Open-Source-Gemeinschaft weiterentwickelt.

AnythingLLM macht aus den eigenen Dokumenten eine Wissensdatenbank. Man stellt Fragen an PDFs und Word-Dateien und bekommt Antworten mit Quellenangabe. Als internes Wissensportal, etwa für die Einarbeitung neuer Kollegen, liegt der Einsatz nahe.

In fünf Schritten produktiv

Der Weg zur eigenen Plattform ist in fünf Phasen gegliedert. Am Anfang steht die Beratung mit kostenlosem Testzugang und der Klärung, was überhaupt gebraucht wird. Es folgt die Planung, in der Hosting, Datenschutzrahmen, Anbindungen und Zeitplan festgelegt werden.

In der Integration wird die Plattform an bestehende Systeme angebunden, wahlweise auf eigenem Server, in der Cloud oder komplett on-premise. Zur Einführung gehören Schulungen und Workshops. Ein Werkzeug, das niemand bedienen kann, bleibt sonst ungenutzt. Danach folgt der Betrieb mit laufendem Support. Module lassen sich später ergänzen.

Wer sich vorab orientieren möchte, kann einen Konfigurator nutzen: eine zweiminütige Befragung zur Ausgangslage, an deren Ende eine unverbindliche Zusammenstellung steht.

Was Datenschutz hier konkret bedeutet

Die Formulierung „DSGVO-konform" wird in der Branche großzügig verwendet. Bei DSGPT hängen konkrete Punkte daran. Es werden Auftragsverarbeitungsverträge geschlossen. Die Daten bleiben in der eigenen Infrastruktur. Gehostet wird in zertifizierten deutschen Rechenzentren. Und die Eingaben fließen nicht in das Training fremder Modelle.

Dazu kommen technische Maßnahmen: geschützte API-Schlüssel, rollenbasierte Zugriffe, eine dokumentierte Betrachtung der Datenflüsse und ein Logging-Konzept. Eine Planung nach BSI-Vorgaben ist möglich.

Ein Punkt wird auf der Website ausdrücklich klargestellt: Eine automatische BSI-Zertifizierung ist damit nicht verbunden. Sie hängt von Einsatzszenario, Infrastruktur und organisatorischen Maßnahmen ab.

Die Rechnung

Laufende Lizenzgebühren fallen nicht an. Bezahlt werden im Wesentlichen die Token-Kosten, angegeben mit etwa zwei Euro pro Nutzer und Monat. Optionales Cloud-Hosting beginnt bei fünfunddreißig Euro im Monat.

Ein Rechner auf der Website macht die Gegenrechnung auf. Bei zwanzig Nutzern, dreißig Minuten Zeitersparnis pro Tag und einem Stundensatz von fünfunddreißig Euro amortisiert sich die Investition laut Anbieter im Schnitt in weniger als drei Monaten.

Zielgruppen sind Mittelstand, Kanzleien, Behörden und Konzerne. Eine Kanzlei nutzt die Plattform für Vertragsanalysen mit Quellenangabe, eine Behörde für wiederkehrende Anfragen im Offline-Betrieb, ein Konzern als zentrale Wissensbasis.

Antwortzeiten halbiert, ohne Kompromisse beim Datenschutz.

Rückmeldung aus dem Kundenservice eines Anwenders

Was die Plattform mitbringt

  • Open WebUI: lokale Modelle wie Llama 3 und Mistral, offline-fähig
  • LibreChat: mehrere Modelle parallel, Rollen und Rechte pro Abteilung
  • AnythingLLM: Chat mit eigenen Dokumenten inklusive Quellenangaben
  • Hosting in zertifizierten Rechenzentren in Deutschland oder on-premise
  • AV-Verträge, keine Nutzung der Daten für fremdes Modelltraining
  • Module nach Bedarf: Rollen, SSO, Budget-Steuerung, Filter für sensible Daten
  • Logging-Konzept, Datenflussbetrachtung, BSI-orientierte Planung möglich
  • White-Label möglich, produktiv in wenigen Tagen

Für wen das Angebot gedacht ist

Im Blick sind Mittelstand, Kanzleien, Behörden und Konzerne. Also Bereiche, in denen mit Informationen gearbeitet wird, die das Haus nicht verlassen dürfen. Welche der drei Plattformen passt, hängt davon ab, ob der Schwerpunkt auf Offline-Betrieb, Teamarbeit oder Dokumentenrecherche liegt.

Ein Erstgespräch und ein Testzugang sind kostenlos, die Rückmeldung erfolgt nach Anbieterangabe innerhalb von vierundzwanzig Stunden.

Zur Website von DSGPT

Datenschutz ist kein Hindernis für Künstliche Intelligenz. Er ist die Bedingung, unter der sie im Unternehmen ankommt.